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Mensch Mann und/oder Frau

Transidentität und/oder Intersexualität

Ein neuer (?) Denkansatz
(die angegebenen Mailadressen werden nur geändert, wenn der Absender uns darauf hinweist)


- - - Erste Reaktionen - - -




Wer war bisher dabei?
Anna & Heike Boedeker
Eva St.
Sebastian Loos
R.B.Boldt@t-online.de (Romana Boldt) - - - neu - - -

Wir haben dazu aufgerufen uns Eure Gedanken zu dem Artikel zu schreiben. Im Anschluß veröffentlichen wir nun die ersten Reaktionen - im Original, wie versprochen.

Datum: 18.05.98 15:44:38
From: (Anna & Heike Boedeker)

"?" ist immer gut, oder wie mein alter Deutschlehrer zu sagen pflegte: Man sollte alles in Frage stellen koennen. :-)

Die Idee an sich ist aber echt antik, wie bei Ringrose nachzulesen... die von Lacqueur behauptete Abfolge von "Kontinuum" (Null-->maennlich Vektor) und "Pseudo-Spezies" Modell ist *realiter* immer eine Koexistenz gewesen. "Anteile" waeren hier eben nichts als ein Buendel verschiedener Vektoren.

> These - Denkansatz - Provokation? Jede Frau hat männliche Anteile
>in sich, jeder Mann entsprechend auch weibliche. Trotzdem sind es Frauen

Trotzdem, oder gerade deswegen... Die "amtliche" Formulierung dieser Sichtweise findet sich bei C.G. Jung, den ich im Original zu konsultieren nur empfehlen wuerde. Diese Anteile sind naemlich +klar+ *polar* strukturiert: eine Frau hat eine weibliche Persona und einen (maennlichen) Animus, ein Mann eine maennliche Persona und eine (weibliche) Anima. Etwas esoterischer findet sich aehnliches auch bei Rudolf Steiner, BTW. Letztendlich hat das wohl was mit Kollektivitaet vs. Individualitaet zu tun, was sich manchmal auch sprachlich niederschlaegt, etwa im Arabischen:

al-athl (masculinum) = Tamarisken (kollektive Referenz)
al-fa'r " = Maeuse "

vs.

al-athla (femininum) = die Tamariske (individuelle Referenz)
al-fa'ra " = die Maus "

>oder eben Männer, auch wenn bei den einzelnen Menschen die Ausprägung der
>gegengeschlechtlichen Anteile verschieden stark ist. Diese Anteile sind
>biologischer Natur aber auch psychisch, seelisch oder hirnorganisch bedingt.

Hirnorganisch wuerde ich mal unter biologisch rechnen... wobei nicht klar ist, ob die Veraenderungen der fraglichen Hypothalamus-Strukturen nicht mit der sexuellen Aktivitaet korrelierten.

Interessant, wenn auch alles andere als leicht vertaendlich, sind Teresa Binstocks immunologische Hypothesen ueber Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Wenn man so wollte, koennte man sagen es gibt 4 Typologisierungsmoeglichkeiten von entsprechenden Hypothesen, erstmal nach physiologischen vs. psychischen Ursachen gesplittet, dann innerhalb derer noch symmetrisch nach konstitutionell vs. erworben.

Wobei wg. der politischen Implikationen klar gesagt sei, dass "erworben" keinswegs "revidierbar" impliziert.

> Werden biologisch bedingte gegengeschlechtliche Anteile nach außen
>sichtbar oder medizinisch nachweisbar, dann spricht man von Intersexualität
>in ihren differenzierten Ausprägungen. Fühlt sich aber ein Mensch, der
>biologisch als Mann eingeordnet wurde, als Frau - oder eben umgekehrt -
>dann spricht man von Transsexualität. Neuere Forschungen haben zu ...

Tja... kann man denn als IS ueberhaupt sinnvollerwise dann cissexuell vs. transsexuell sein? Und da man's offensichtlich nicht kann, wieso sollten es dann andere koennen? :-) (Heike: *hundsgemein* grinsend)

>Überlegungen geführt, daß Transsexualität möglicherweise eine hirnorganisch
>bedingte Intersexualität sein könnte. s.o.
> Diese Entdeckung würde alle bisherigen „Behandlungs- und
>Begutachtungsansätze" für Transidenten als weitgehend falsch entlarven
.

Naja, kritikwuerdig sind sie eh schon mehr als genug... :-(

> Wir wollen nicht spekulieren, aber wir wollen aussprechen was in
>Expertenkreisen schon länger diskutiert wird. Transidenten stellen immer
>wieder die Frage: „Woher kommt es, daß ich so bin?" Ist das die Antwort? -

Ich glaube, die Antwort darauf, warum sie sind, wer sie sind, vergessen *alle*, wenn sie dafuer nicht akzeptiert, sondern wie Sch*** behandelt werden... :-((

>Und welche Konsequenzen werden wohl dann daraus gezogen werden?

Hoffentlich nicht die, die Money-Apologeten ziehen wuerden, sondern diesselben wie: Diamond, Milton & H. Keith Sigmundson (1997): Commentary: Management of Intersexuality: Guidelines for dealing with persons with ambiguous genitalia. - In: Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine 151/10, Oct. 1997, 1046-1050; available at http://www.afn.org/~sfcommed/mdfnl.htm -- schon aus rein pragmatischen Gruenden macht IS und TS Kids analog zu behandeln Sinn.

--- Heike ---

 

Datum: 19.05.98 12:32:12
From: eva.sturm@cspb.com (Eva Sturm)

zu Eurer Frage bezüglich der Möglichkeit, dass TS zukünftig hirnorganisch nachweisbar sein könnte:

Ich denke, dass uns als Betroffenen damit wenig geholfen werden kann. Es ist ja in den meisten Fällen unbestreitbar, dass ein starkes Unbehagen bezüglich der angeborenen körperlichen Geschlechtsmerkmale und der daraus resultierenden Geschlechterrolle existiert. Was hilft es, wenn man uns sagen kann: „Ja, hier ist der Befund, Sie sind tatsächlich transsexuell!“ Vielmehr geht es doch darum, die ganze Verwirrung aufzulösen, welche durch das Unbehagen während vieler Jahre entstanden ist. Oftmals spielt hier auch Angst eine Rolle, und zwar die Angst vor der Erkenntnis: Ich bin transsexuell. Viele von uns fürchten sich verständlicherweise bewusst oder unbewusst vor den daraus erwachsenden Konsequenzen.

Nach meinem Verständnis sind bei der Aufarbeitung von Geschlechtsverwirrungen die Diagnose und die Therapie untrennbar miteinander verknüpft. Die Diagnose muss mit den Betroffenen zusammen erarbeitet werden, hierdurch besteht wohl am ehesten die Chance, sich selbst mit dieser ungewöhnlichen Veranlagung annehmen zu können. Damit ist aber sicher schon eines der wichtigsten Ziele der Therapie erreicht. Es ist sicher sehr ungünstig, wenn man unvorbereitet mit der durch organischen Befund abgesicherten Diagnose konfrontiert wird, ohne dass man die Chance hat, langsam und *SELBER* dahinter zu kommen, was wirklich los ist und damit auch eine persönliche Lösung für die eigenen Probleme finden kann, egal ob mit eigener oder fremder Hilfe.

Im Bereich der Intersexualität gibt es ja sehr viel traurige Beispiele, wie mit den Betroffenen nicht selten über ihren Kopf hinweg nach bestimmten Regeln und Vorstellungen verfahren wird. Die Hemmungen der Ausführenden sind hier sicher deshalb geringer, weil ja ein klarer Befund vorliegt, der in ihren Augen alle getroffenen „Massnahmen“ rechtfertigt. Ich fürchte, mit der organischen Nachweisbarkeit der TS könnte es dann bei transsexuellen Menschen zu ähnlichen Verhaltensweisen übereifriger Helfer kommen.

Ich will nun nicht verneinen, dass einige von uns irgendwann den Punkt erreicht haben, wo Ihnen alles recht klar scheint und es nur noch darum geht, möglichst schnell ein Gutachten für dies oder das zu bekommen. Hier könnte es ja vielleicht ganz nützlich sein, einen zweifelnden oder gar misstrauischen Gutachter mittels eines organischen Befundes überzeugen zu können. Mag sein. Was aber um Himmels Willen, wenn die Diagnose das Gegenteil feststellt? Dann wäre das in vielen Fällen wohl - milde gesagt - eine Katastrophe.

Du kannst meine Aussagen gerne veröffentlichen.
Liebe Grüsse

Eva Sturm

 

Datum: 30.05.98 18:20:26
From: Sebastian Loos

Im Faltblatt der dgti steht:

... dass Transsexualitaet moeglicherweise eine hirnorganisch bedingte Intersexualitaet sein koennte...diese Entdeckung wuerde alle bisherigen "Behandlungs- und Begutachtunggsansaetze" fuer Transidenten als weitgehend falsch entlarven...

Den Begriff "hirnorganisch bedingte Intersexualitaet" habe ich noch nie gehoert. Woher stammt er oder von wem wurde er zitiert?

Wenn Du damit auf den Vortrag von Prof. von Gooren auf der 12. Transidentitas Fachtagung anspielst ist er inhaltlich falsch interpretiert.

Tatsache ist: Ueber die geschlechtsunterschiedliche Differenzierung des Hypothalamus (fuer Nichtmediziener: das ist ein Abschnitt des Gehirnes) und desses Auswirkung auf das psychosexuelle Verhalten sind von G. Doerner Untersuchungen bekannt geworden die vor allem von Homosexuellen heftigst kritisiert werden. Doerner behandelte traechtige Ratten mit Androgenen und beobachtete abweichendes Sexualverhalten (weibliche Ratten die sich nicht penetrieren lassen wollten bzw. maennliche Ratten ohne Penetrationsbestreben) im Erwachsenenalter des behandelten Nachwuchses. Eine Untersuchung der Gehirne der behandelten, traechtigen Ratten zeigte eine veraenderte Hormonsekretion im Hypothalamus der Tiere. Daraus folgerte Doerner, dass homosexuelles Verhalten die Folge einer Androgenensekretionsstoerung waehrend der Schwangerschaft sei (In: G. Doerner, 1972, Sexualhormonabhaengige Gehirndifferenzierung und Sexualitaet, Springer Verlag). Auch von Wissenschaftlern wird dieser Ansatz kritisiert, vor allem weil er bei Versuchen mit Affen nicht bestaetigt werden konnte. Dass bestimmt Formen der Intersexualitaet (AGS adrenogenitales Syndrom, Maedchen mit maennlichem Koerperbau) die Folge einer Behandlung von Schwangeren mit Hormonen (Gestagenen) sein kann ist ebenfalls bekannt (AA Erhardt et al., 1981, Effects of prenatal sex hormones on gender-related behavior, Sience 211: 1312).

Dass einsolcher Erklaerungsansatz jetzt auch fuer Transsexualitaet gesucht wir wundert mich ehrlich gesagt nicht. Beim Lesen dieser Artikel habe ich manchmal den Eindruck das einfach nur die Vorsilbe Inter- oder Homo- jetzt durch Trans- (Sexualitaet) ersetzt wurde.

Abgesehen davon, dass die meisten Transidenten nicht mit Homosexuellen in einen Topf geworfen werden wollen, was fuer Vorteile sollte es fuer uns haben mit Intersexuellen gleichgesetzt zu werden?

Ich wuensche allen Transidenten, dass uns das Schicksal der Intersexuellen erspart bleibt. Stellt Euch nur vor, dass durch ein Gentest, im Ultraschall oder bei der Amniozentese (so geschieht es bei Intersexualitaet) Transidentitaet schon vor der Geburt feststellbar waere.

Wenn bekannt ist das ein intersexuelles Kind entsteht ist ein Arzt verpflichtet die werdende Mutter darueber zu informieren. Diese Kinder werden haeufig abgetrieben. Ein solches Kind ist rechtlich betrachtet, nach einem aktuellem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (vergleiche: das neue Arzthaftungsrecht das seit Dez. 97 gueltig ist) ein Schaden fuer die Eltern. Der Fall: Eine werdende Mutter, die bereits ein behindertes Kind hat, suchte eine humangenetische Beratungsstelle auf und wuenschte eine Untersuchung ob das Ungeborene gesund ist oder die gleiche Behinderung hat wie sein Geschwisterkind. Der Test brachte das Ergebniss, dass das Kind gesund sei. Nach der Geburt des Kindes stellte sich jedoch heraus, dass es an der gleichen Behinderung leidet wie sein Geschwister. Die Mutter verklagte den Arzt und bekam Recht. Der Arzt muss fuer den Schadensfall, behindertes Kind, zahlen, weil durch die aerztliche Fehldiagnose ein Schangerschaftsabbruch verhindert wurde.

Tatsache ist: Die Auspraegung eines Gendefektes ist haeufig nicht aus dem Genotyp vorhersagbar. Eine genetisch festgestellte Abweichung kann, muss sich aber nicht als eine schwerwiegende koerperliche Behinderung aeussern. Im Zweifelsfalle wird ein Arzt aber, nach diesem Urteil des obersten Gerichtes, eher zu einer Abtreibung raten. Oder wie seht Ihr dass?

Fuer Transidenten kann das bedeutet, dass das auch hier aus dem Vorhandensein eines Genes nicht absehbar ist ob die Person wirklich spaeter eine Operation zur Geschlechtsangleichung will. Vielleicht wird so ein Mensch ja auch ein gluecklicher Transvestit oder gar homosexuell. Intersexuelle wird ja meist ein Geschlecht operativ zugewiesen indem sie dann erzogen und sozialisiert werden. Das koennte Transidenten dann auch passieren. Das bedeutet vielleicht auch, dass die Betroffenen dann keine Rechte mehr haetten an dem Schritt der vor der Geburt diagnostiziert wurde und der zur Operation im Kindesalter gefuehrt hat etwas zu aendern. Nach dem Motto: Ein Gentest sagt immer die Wahrheit.

Da finde ich die heute gaengige Praxis der Begutachtung, des Alltagstestes zum schrittweisen Hineinwachsen in die neue Geschlechtsrolle und zur persoenlichen Pruefung des Leidensdruckes als humaner.

Noch ein persoenliches Wort: "Dass Gutachter und Operateure eine Rechtfertigung fuer Ihre Entscheidungen brauchen sollte uns nicht dazu verfuehren Gruende fuer unser Sein und Fuehlen zu suchen". Der Mensch ist doch letztlich das was er aus seinem Leben macht. Lasst uns einfach Maenner, Frauen, Transidenten, Intersexuelle, Transvestiten, Homosexuelle ... sein. Kein Stino muss sich - auch nicht durch einen Gentest oder eine Gehirnuntersuchung - fuer das was er ist und wie er empfindet rechtfertigen. In diesem Sinne: I'am, what I'am.

Liebe Helma, ich danke Dir, dass Du ein Forum bereitstellst in dem dieses Thema diskutiert werden kann und hoffe auf eine rege Beteiligung. (Anmerkung: Das Forum stellt die dgti bereit)

Liebe Gruesse

Sebastian

Datum: 17.07.98 18:51:12
From: R.B.Boldt@t-online.de (Romana Boldt)

Liebe Helma,

hier kommt meinen Kommentar aus dem Süden der Republik zu der These der hirnorganischen Intersexualität. Es sei Dir freigestellt, das Ganze oder Teile daraus zu veröffentlichen. Mein Outcoming habe ich hinter mir und ich stehe zu dem, was ich sage oder schreibe, es braucht also auch nicht anonym zu bleiben.

Ich persönlich habe von dieser These zum ersten Mal von einem Jahr gelesen und zwar im Subversive, einer Internet-Zeitschrift von Melanie Anne Philips. Sie ist zu finden unter http://www.heartcorps.com/. Das hat mir sehr geholfen, mich so anzunehmen, wie ich eben bin. Seither kann ich behaupten, von Tag zu Tag etwas glücklicher zu werden.

Die Überlegungen, daß Transsexualität eine hirnorganisch bedingte Intersexualität sei, ist auch für meine Psychologin nichts Neues. Sie meinte sogar, daß nur vor diesem Hintergrund die Krankenkassen überhaupt bereit wären, dafür Geld auszugeben, sprich: Therapie, Epilation und Operation zu zahlen. Wäre das ganze nur eine psychisch bedingte Geschichte, dann hätte man heutzutage keine Chance mehr, irgend etwas von der Krankenkasse zu bekommen.

Ich denke, daß dieser Denkansatz (nicht die Einstellung der Krankenkasse!) nicht falsch sein kann, denn immerhin ist ja bekannt, daß es einen Unterschied in der Struktur männlicher und weiblicher Gehirne gibt. Ich möchte allerdings nicht ausschließen, daß es auch rein psychisch bedingte Transsexualität gibt. Ich habe irgendwo davon gehört, daß sich diese (biologische) Art der Transsexualität durchaus nachweisen läßt, allerdings noch nicht am lebenden Wesen, denn der Eingriff, der für diesen Nachweis nötig ist, ist noch nicht am lebenden Patienten möglich. Inwieweit das stimmt, kann ich nicht beurteilen, ich möchte es einfach einmal als Gerücht hier stehen lassen.

Auch wenn heute der Nachweis noch nicht geführt werden kann, denke ich, daß es irgendwann diese Möglichkeit geben wird, die eine exakte, das heißt meßbare Diagnose möglich macht. Die Krankenkassen werden darauf drängen, diesen Test zu entwickeln. Es wird für unsereins einfacher werden, auch im Umgang mit den Mitmenschen, da man dann sagen kann, das sei ein Geburtsfehler, der korrigiert werden kann. Allerdings werden dann wahrscheinlich diejenigen unter uns auf der Strecke bleiben, deren Transsexualität nicht biologisch bedingt ist.

Wenn dieser Denkansatz konsequent weitergedacht wird, dann wird die Transsexualität wird zur Intersexualität, der Krankheitswert steigt auf zur Krankheit. Hormontherapie, Epilation und Operation können auf eine bessere, wissenschaftlichere Basis gestellt werden, denn ich hoffe, die Pharmaindustrie sieht genügend Gewinnpotential an uns als Kundinnen und Kunden und entwickelt spezielle Medikamente für uns, so daß wir nicht mehr nur die ansonsten unerwünschten Nebenwirkungen anderer Präparate ausnützen müssen. Die Dosierung wird folglich vereinfacht, man bekommt nur noch das, was man benötigt.

Ich hoffe weiterhin, daß es genügend ernsthafte Ärzte gibt, die sich mit Elan und Ehrgeiz bei der „Bekämpfung" dieser Krankheit einen Namen machen wollen so daß die psychologische Betreuung auch auf noch fundiertere Beine gestellt werden kann. Denn nötig ist die Betreuung allemal, die Probleme der Einzelnen werden nur dadurch, daß das Kind jetzt einen neuen Namen bekommen hat, ja nicht anders oder weniger.

Eine Begutachtung wird immer eigentlich nicht mehr nötig sein, denn ich denke, die Fälle, die deshalb zum Arzt gehen, haben ein großes Interesse daran, diesen Weg wenigstens ein Stück weit zu gehen. Trotzdem werden die Krankenkassen auf einer Begutachtung bestehen und sich weiterhin sträuben und bei jeder Patientin und bei jedem Patienten ein Theater vollführen mit der Begründung, daß ja nicht jeder Geburtsfehler korrigiert werden muß.

Liebe Grüße

Romana

Wir setzen die Veröffentlichung von Kommentaren fort, sobald neue Eingänge zu verzeichnen sind. Auch die dgti wird sich sicher bald mit einem eigenen Kommentar präsentieren. Wir wollten aber in keinem Fall unsere Meinung in den Vordergrund stellen, wenn zu einem Gedankenaustausch aufgerufen wird. Schickt weiterhin Eure Meinung an Katrin.

 

 

 

 

 

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