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Deutsche
Gesellschaft für Transidentität
und Intersexualität e.V.
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Epilation
Bitte
vor der Epilationsbehandlung die Übernahme der Kosten mit der
Krankenkasse klären! Anträge auf Kostenübernahme können nur erfolgreich sein wenn: 1. die Indikation zur Notwendigkeit der Epilation eindeutig
vorliegt (im Sinne der Verschreibung einer notwendigen Heilmaßnahme) Der günstigste Zeitpunkt um mit der Epilation zu beginnen, unabhängig von der gewählten Methode, liegt im Bereich von 3 - 6 Monaten nach Beginn der Hormonbehandlung. Durch die Hautveränderungen wird das Rasieren immer problematischer, bis hin zu dermatologischen Schäden. Es steigt aber auch die Schmerzempfindlichkeit der Haut mit der Zeit und dadurch entstehen Zusatzkosten für anästhesistische Maßnahmen. Im Zweifelsfall sollten immer weitere Informationen von Beratungsstellen eingeholt werden, vor allem dann, wenn Schwierigkeiten sich abzeichnen und vor allem bevor es zu einer Ablehnung kommt. (dgti-Beratung unter 02236 - 839 018; 0171 - 532 0358 oder 0651 - 69 000)
Epilation ist die dauerhafte Haarentfernung bei Frauen oder Männern. Dazu zählen in keinem Fall folgende Maßnahmen: 1. rasieren Eine dauerhafte Haarentfernung setzt voraus, dass Als einzige Methode, die diese Bedingungen als anerkannte Methode erfüllt, gilt immer noch die Nadelepilation. Die Behauptung, sie sei ausreichend medizinisch erforscht und dokumentiert ist jedoch nur teilweise richtig. Richtig ist vielmehr, dass sie schon auf jahrelange Erfahrung zurück blicken kann und Gerätehersteller Forschungen insoweit angestellt haben, dass sie Verkaufsargumente für immer wieder neuere Geräte benötigten und veröffentlicht haben. Die Nadelepilation arbeitet heute nach drei verschiedenen Methoden: 1. rein thermisches Verfahren durch Hochfrequenz Die Qualität aller Verfahren der Nadelepilation steht und fällt mit dem handwerklichen Können des Ausführenden. Von Ausnahmen abgesehen haben diese Fähigkeit nur Kosmetikerinnen, heilpraktische Epilationsinstitute oder Arztpraxen, die darauf spezialisiertes Personal haben. Zu den flächig wirkenden Verfahren gehören die Behandlung mit Photoderm und Lasern. Seit 1995 werden diese Verfahren erprobt. Eine zufällige Entdeckung der dermatologischen Behandlung von Feuermalen, Besenreißern und sonstigen Hautveränderungen mit Lichtblitzen und Laser führte zum Einsatz bei der Epilation: An behandelten Stellen wuchsen keine Haare mehr, bzw. war der Haarwuchs deutlich reduziert. Auch heute gehören alle flächig wirkenden Methoden noch in den Bereich der Experimentalmedizin. Es sind im Einzelnen: 1. Photodermverfahren - energiereiche Lichtblitze Allen flächig wirkenden Verfahren ist gemeinsam, dass sie nach dem Absorptionsprinzip arbeiten, d.h. die Lichtenergie wird in Wärme umgewandelt. Im Idealfall sollte die Wärme nur am Follikel auftreten, also in der richtigen Tiefe und nur an den richtigen Stellen. Dieses Ideal ist in absehbarer Zeit so jedoch nicht erreichbar. Photoderm und Laser gehören nur in die Hand medizinisch geschulten Personals und zumindest unter ärztliche Aufsicht gestellt. Doch selbst bei Ärzten, die als Dermatologen mit dem Laser Erfahrung haben, kam es schon zu "Unfällen" mit Hautverbrennungen bis 3. Grades. Anders als bei der Nadelepilation spielen für den Erfolg und die Risiken der Behandlung mit flächigen Methoden die persönlichen Voraussetzungen des Patienten eine sehr große Rolle. Dies sind vor allem die Hautfarbe und Haarfarbe, aber auch die Hautbeschaffenheit und Haardicke spielen eine Rolle. Bitte vor der Epilationsbehandlung die Übernahme der Kosten mit der Krankenkasse klären!
allgemeines Bei jeder Form der Nadelepilation muss jedes Haarfollikel einzeln verödet werden. Dabei können nur Haare erfolgreich behandelt werden, die sich gerade in der schon sichtbaren Wachstumsphase befinden. Vorher kann sie die Kosmetikerin nicht sehen, wenn die Abstoßungsphase schon begonnen hat ist die Blutversorgung des Haares bereits unterbrochen, ein Gefäß kann also nicht verödet werden. Die Wachstumsphase für die Behaarung eines männlichen Bartes beträgt etwa 17 - 19 Wochen. Nur im mittleren Drittel kann eine Epilation Aussicht auf Erfolg haben (dies gilt auch für flächige Methoden). Die Haardichte beträgt zwischen 300 - 600 Haare pro cm² eines männlichen Bartes, von denen etwa 2/3 ständig sichtbar sind. Da von außen nicht erkennbar ist, in welcher Wachstumsphase sich das Haar befindet, muss jedes Haar in Durchschnitt 2 mal behandelt werden. Eine gute Fachkraft kann etwa 280 - 340 Haare pro Stunde behandeln. Damit ergibt sich, rein rechnerisch, bei einer mittleren Bartausdehnung eine Behandlungszeit von 350 - 400 Stunden (entsprechend DM 35.000.-- bis DM 40.000.--). Bei durchschnittlich 2 Behandlungsstunden pro Woche (mehr ist zeitlich und gesundheitlich oft nicht machbar) kann nach etwa 12 - 15 Monaten damit gerechnet werden, dass der Bartschatten verschwunden ist. Erst danach kann auf ständiges Nachrasieren und nachschminken verzichtet werden. Die freie Wahl jeder Frau "Schminken oder nicht" steht TransFrauen erst nach 2 - 2,5 Jahren frei. Aber auch nach abgeschlossener Behandlung muss durch Zupfen, oder wenn sich "Nester" bilden durch Nachepilieren, das Gesicht weiter behandelt werden. In einem vollständig epilierten Gesicht kann sich ein Flaum bilden, wie ihn jede Frau mehr oder weniger hat. Wird dieser dann rasiert, so tritt wieder eine Verhärtung der Haare ein - also bitte keine falschen Panikhandlungen bei Gesichtsflaum. Bei den thermischen Verfahren wird durch Hochfrequenzstrom Wäre erzeugt und oft eine isolierte Nadel verwendet, um die Wärme nicht über die Nadel in den Haarkanal zu transportieren und ihn dadurch zu verbrennen. Die nötige Kühlung kann aber auch bei einer Ganzmetallnadel erreicht werden. Der Hochfrequenzstrom regt die Moleküle in der Haarfollikelumgebung zu Schwingungen an, was zum Verbrennen der Blutgefäße und von Zellen führt. Dabei löst sich auch das Haar aus dem Follikel und kann ohne Kraftanwendung von der Behandlerin entfernt werden. Daraus schließt sie wiederum, dass der Vorgang an diesem Haar erfolgreich war. Wenn das Haar mit zu viel Kraftaufwand entnommen wird, dann wurde es gezupft, eine Epilation hat nicht stattgefunden. Je nach zugeführter Energie dauert der Verbrennungsvorgang 2 - 5 sek. Dabei entstehen auch Schmerzempfindungen. Je nach Lage der behandelten Bereiche können diese vom Patienten gut ertragen werden oder es muss durch Betäubungssalben die Schmerzempfindlichkeit reduziert werden, bis hin zu lokaler Betäubung (z.B. an der Nasenwurzel). Da sich die Hautstruktur unter der Hormonbehandlung verändert steigt meist auch die Schmerzempfindlichkeit. Rein thermische Verfahren der Nadelepilation sollten nur noch von Fachkräften eingesetzt werden, denen in jahrelanger Ausübung keine Pannen durch Verbrennungen des Haarkanals unterlaufen sind. Elektrolytische Verfahren arbeiten mit dem Gleichstromprinzip, kommen aber heute nur noch in Verbindung mit Hochfrequenz zur Wärmeerzeugung vor, der Thermolyse. Die zum Einsatz kommenden Geräte arbeiten entweder statisch, dynamisch oder sequenziell. statisch: Gleichstrom und Hochfrequenzstrom werden auf einen festen Wert eingestellt und die zunächst stromlose Nadel in den Haarkanal eingeführt. Dann wird der Gleichstrom eingeschaltet und es beginnt die Elektrolyse - Zersetzung der Flüssigkeit um die Haarwurzel herum. Anschließend wird der Hochfrequenzstrom eingeschaltet und es entsteht die nötige Wärme. Die feinen Blutgefäße und neue Zellen im Follikel werden verkocht. dynamisch: Da nicht der Gleichstrom als Schmerz empfunden wird, wohl aber das Ein- und Ausschalten, wird nach der Einführung der Nadel der Gleichstrom kontinuierlich auf einen voreingestellten Wert hochgefahren und am Ende der Behandlung auch langsam abgebaut. Somit wird diese Schmerzquelle ausgeschaltet. Das Schmerzempfinden durch die vom Hochfrequenzstrom erzeugte Wärme bleibt unverändert. sequenziell: Davon ausgehend, dass die Rezeptoren für Wärme an den Nevenenden eine gewisse Trägheit haben wurde diese Methode entwickelt um die Schmerzen zu lindern. Zusätzlich zum gleitenden Ein- und Ausschalten des Gleichstroms wird der Hochfrequenzstrom gepulst, d.h. in energiereichen Stößen verabreicht. Man versucht sich so die Trägheit der Wärmerezeptoren zu Nutze zu machen. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass zum Verkochen eben eine gewisse Energie über eine ausreichend lange Zeit vorhanden sein muss, damit die Zellen wirklich zerstört werden. Sicher ist, dass der Epilationsvorgang länger dauert als mit der dynamischen Thermolyse.
Alle genannten Verfahren der Nadelepilation
haben einiges gemeinsam: Bitte vor der Epilationsbehandlung die Übernahme der Kosten mit der Krankenkasse klären!
Flächig wirkende Verfahren (Licht / Laser) Bundesärztekammer Beschlüsse des Gebührenordnungsausschusses der Bundesärztekammer Der Vorstand der Bundesärztekammer (Wahlperiode 1999/2003) hat die Beschlüsse des Ausschusses "Gebührenordnung" der Bundesärztekammer zur Analogbewertung bzw. Abrechnung folgender medizinischer Leistungen bestätigt: 1. ... 6. Dermatologische Lasertherapie Laserbehandlung von Besenreiservarizen, Teleangiektasien, Warzen u. a. Hautveränderungen, ausgenommen melanozytäre Naevi, sowie aktinischer Präkanzerosen, einschließlich Laser-Epilation, mit einer Ausdehnung bis zu 7 cm² Körperoberfläche, analog Nr. 2440 GOÄ (800 Punkte), bis zu dreimal im Behandlungsfall, im Falle der Behandlung von Besenreiservarizen mit einer Laser-Impulsrate von bis zu 50 Impulsen pro Sitzung. Laserbehandlung von Besenreiservarizen, Teleangiektasien, Warzen u. a. Hautveränderungen, ausgenommen melanozytäre Naevi, sowie aktinischer Präkanzerosen, einschließlich Laser-Epilation, mit einer Ausdehnung von 7 bis 21 cm² Körperoberfläche, analog Nr. 2885 GOÄ (1100 Punkte), bis zu dreimal im Behandlungsfall, im Falle der Behandlung von Besenreiservarizen mit einer Laser-Impulsrate von 51 bis 100 Impulsen pro Sitzung. Laserbehandlung von Besenreiservarizen, Teleangiektasien, Warzen u. a. Hautveränderungen, ausgenommen melanozytäre Naevi, sowie aktinischer Präkanzerosen, einschließlich Laser-Epilation, mit einer Ausdehnung von mehr als 21 cm² Körperoberfläche, analog Nr. 2886 GOÄ (2770 Punkte), bis zu dreimal im Behandlungsfall, im Falle der Behandlung von Besenreiservarizen mit einer Laser-Impulsrate von mehr als 100 Impulsen pro Sitzung. Bei Anwendung eines gepulsten Farbstofflasers ist der Ersatz der Auslagen des pro Patient verbrauchten Farbstoffs nach § 10 GOÄ möglich. Eine metrische und fotografische Dokumentation der zu behandelnden Hautläsion vor und nach Abschluss einer dermatologischen Lasertherapie wird empfohlen. Melanozytäre Naevi sind ausdrücklich von der Laserbehandlung ausgenommen.
Bei der Laserbehandlung von Besenreiservarizen ist die jeweils vorgeschriebene
Mindest-Impulszahl pro Sitzung zu beachten. Zu den flächig wirkenden Verfahren gehören Photoderm und die verschiedenen Laser. Wie schon in der Übersicht angegeben beruhen alle diese Methoden auf der Umsetzung von Licht in Wärme um den Follikel zu zerstören. Wichtig ist dabei vor allem, dass das Licht parallel in die Hautoberfläche eindringt und die Haut dabei möglichst nicht schädigt. Die Schädigung wird umso geringer sein, je weniger Energie die Haut absorbieren kann. Im Wesentlichen wird dies durch drei verschiedene Aspekte erreicht: 1. kurze Bestrahlungsdauer Falsch ist in jedem Fall die Behauptung mancher Publikationen, das Haar würde wie ein Lichtleiter wirken. Auf diese Falschaussage hat schon vor Jahren unser Gründungsmitglied und frühere 1. Vorsitzende Kerstin Voigt hingewiesen. Sie hat sich schon im Studium, später im Beruf mit Lasertechnik beschäftigt und auf einem Spezialgebiet der Lasertechnik auch ihre Doktorarbeit geschrieben und damit Promoviert. Auch die folgende Publikation, die der Wahrheit sicher näher kommt,
zeugt von mangelnden Kenntnissen der Physik und Biologie: "Bei
der Laserepilation ist die Lichtenergie auf die Farbpigmente der Haare
gerichtet. Die Farbpigmente wandeln die Lichtenergie in Hitze um. Diese
Hitze wird von der Haarwurzel absorbiert. Sobald die Temperatur der
Wurzel auf mehr als 68 Grad ansteigt wird diese zerstört." Grundsätzlich gehören alle Methoden der flächigen Behandlung in den Bereich der Experimentalmedizin. Um gesicherte Ergebnisse zu erhalten und die Wirkmechanismen zu erforschen müssten sich Mediziner, Physiker und Mikrobiologen endlich zu einem Thema zusammen schließen und forschen. Trotz dieser Negativaussagen muss sich jedoch endlich die Erkenntnis durchsetzen, dass die Laserepilation als flächig wirkende Maßnahme die einzige Methode ist, die eine rasche Beseitigung des Bartschattens ermöglicht (oder den Pelz auf der Brust entfernt). Je nach Haar- und Hauttyp können Langzeiterfolge von 60 - 85 % erreicht werden. Der Rest muss dann mit Nadelepilation entfernt werden, wenn er zu einer nicht vertretbaren psychischen Belastung führt. Für denn Patienten ist folgendes besonders wichtig: 1. Keine der bekannten
Methoden flächiger Haarbeseitigung gilt bisher als anerkannte medizinische
Methode. Dabei spielt es keine Rolle ob sie in einer Arztpraxis oder
in einem speziellen Laserzentrum durchgeführt wird. Trotzdem ist es
sinnvoll, und bei den Kassen auch durchsetzbar, Photoderm oder Laser
als ersten Schritt der Epilation zu wählen. Aufruf an die Leser:
Tipps - Herstellerinformationen - Berichte - Links
Es gibt ja eine Reihe von Betroffenen,
die von den Blitzlampen- und Laserverfahren zur klassischen Nadelepilation
zurückgekehrt sind. Bitte
vor der Epilationsbehandlung die Übernahme der Kosten mit der
Krankenkasse klären!
Eva schreibt dazu: (02.10.97) Eva hat neue Infos zum Thema: (19.12.97) Die Vorteile aus meiner Sicht:
Mal angenommen, es würden die Haare dann doch irgendwann wieder sprießen, wäre eine "Nachbehandlung" nicht das allerschlimmste. Vom Zeit- und Geldaufwand her gesehen und der Möglichkeit glatt rasiert zu bleiben, finde ich das Ganze absolut konkurrenzlos! |
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www.dgti.org/
epilation.htm
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