18 | 11 | 2017

Die dgti

Hier finden Sie eine alphabetische Übersicht über alle in diesem Bereich enthaltenen Artikel.

Aufgaben der dgti


Global sind die Aufgaben der dgti in der Präambel der Satzung beschrieben:

Präambel

Die dgti hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz von Transidenten innerhalb der Gesellschaft zu fördern und deren Stigmatisierung entgegenzuwirken. Sie soll Betroffene und Interessierte beraten und betreuen, sofern dies gewünscht wird. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit sollte die (Re-)Integration von Betroffenen in den Arbeitsprozess sein, um so der Gefahr des sozialen Abstiegs zu begegnen, der heutzutage noch mit dem sozialen Wechsel verbunden ist. Sie tritt für mehr Offenheit der eigenen Identität gegenüber ein und trägt der Vielfalt menschlichen Daseins Rechnung.

Daraus ergeben sich praktisch folgende konkrete Aufgaben:

1. Sammlung und Bündelung von Informationen aus den Bereichen Recht, Medizin und Soziales

2. Hinweis auf bestehende Informations- und "Hilfsangebote", Gruppen und Kontaktstellen (ohne Wertung)

3. Aufbau eines qualifizierten Beratungsangebotes, das flächendeckend arbeiten kann

4. Hilfestellung beim Aufbau von Gruppen

5. Qualifizierung potentieller Helfer und Gruppenleiter

6. Unterstützung von Treffen und Tagungen, wenn dies gewünscht wird

Damit verbietet sich von selbst, dass die dgti

1. eigene Selbsthilfegruppen gründet

2. bestehende Selbsthilfe- und Betreuungsgruppen oder Einrichtungen wertet

3. sich in Aufgaben und Probleme einmischt, die andere bereits qualifiziert bearbeiten

4. Konkurrenzangebote für Treffen oder Tagungen zu Themen erarbeitet, die anderweitig angeboten werden.

Die nimmt für sich in Anspruch eine Plattform zur Bildung einer Lobby für Transgender zu sein. Die Polarisierung, auch durch die Gesetzgebung verankert, auf männlich und weiblich, als ausschließliche Form des Geschlechtes, hat zu viel Leid der betroffenen Menschen geführt. Die Tatsache, dass sich Experten zur Verfügung gestellt haben dieses Eindeutigkeitsprinzip zu unterstützen hat dieses Leid verstärkt. Wir verstehen diese Feststellung nicht als einen Vorwurf an die Gesellschaft, sondern als eine Einladung Gefühl und Denken, entgegen einer erzieherischen und kulturellen Entwicklung, zuzulassen. Die Grenzen sind fließend, Mann und Frau sind nur Eckpunkte eines breiten Spektrums der Schöpfung. Zeugen- und Gebärenkönnen sind biologische Funktionen, die nicht zwingend mit der Geschlechtsidentität verknüpft sein müssen. Wir betrachten es als eine Verarmung unserer Kultur, dass die "medizinische Wissenschaft" Grenzen aufbaut, wo Staunen und Respekt vor den Leistungen der Natur (oder Schöpfung) angebracht wären. Es geht nicht um ein "3. Geschlecht", sondern um die Überwindung starrer Geschlechtergrenzen. Keine Aktivität der dgti darf das Schamgefühl des Individuums in Frage stellen. Wir verlangen aber, dass dies auch für Transgender gilt.

In diesem Sinne arbeitet die dgti auch politisch, ohne den einzelnen Menschen aus dem Auge zu verlieren.

Beratungs- und Kontaktstellen der dgti


Die dgti unterhält in einigen Bundesländern ehrenamtliche Beratungsstellen. Zwar sind diese Beratungsstellen hier mit regionalem Bezug aufgelistet, aber selbstverständlich stehen sie auch Ratsuchenden aus anderen Gegenden zur Verfügung.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Beratungsstellen nicht ständig erreichbar sind, teilweise Geschäftszeiten festgelegt sind oder eben einfach besetzt ist. Soweit Anrufbeantworter zur Verfügung stehen bitten wir darum, die Nachrichten kurz zu halten. Rückrufe auf unsere Kosten können wir nur dazu verwenden, um uns bei Ihnen zu melden. Es ist nur in Ausnahmefällen möglich, dass wir die Rückrufkosten tragen.

Arbeitsweise der dgti Beratungsstellen 

Bundesgeschäftsstelle | Baden-Württemberg-Ravensburg | Baden-Württemberg-Bodensee | Bayern I | Bayern II | Berlin-Brandenburg I | Hamburg | Hessen, Rhein-Main | Mittelfranken/Oberfranken/Oberpfalz | Niedersachsen | Nordrheinwestfalen / Ost | Nordrheinwestfalen / West | Rheinland-Pfalz, Nord | Rheinland-Pfalz, Rhein-Main | Rheinland-Pfalz, Süd | Sachsen | Schleswig-Holstein | Unterfranken, Nordwürttemberg Eltern-Kind-Team | Diversity in der Arbeitswelt

 

Bundesgeschäftsstelle

Bundesgeschäftsstelle
dgti e.V. c/o Patricia Metzer
Postfach 480108
12251 Berlin
Telefon: 030 - 24615492   -   Mittwoch ist Ruhetag!

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oder: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Bundesgeschäftsstelle hat lediglich eine organisatorische und vereinsleitende Funktion, aber keine Individualberatungsfunktion. In Beratungsfragen wenden Sie sich bitte an eine unserer Beratungsstellen.

 


 

Baden-Württemberg - Ravensburg
Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Fiona Petra Schwenk
Dachsstraße 9
88255 Baindt
Telefon: 07502 - 9448187, Telefonate bitte nicht mehr nach 19:30 Uhr
Mobil: 0157 - 54284235
Fax: 07502 - 9417877
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Baden-Württemberg - Bodenseekreis / Allgäu / Hegau
Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Christin Löhner
Burgstr. 4D
78351 Bodman-Ludwigshafen (Ortsteil Bodman)
Mobil:   +49 176 478 72 110 (auch Whatsapp möglich)
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sprechzeiten:
Mo-Fr.: 16:00-20:00h
Sa-So:  09:00-20:00h

Selbsthilfe: Trans* SHG Hegau (http://www.shg-hegau.de)

 

Bayern I

Kontaktformular

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Sandra Wißgott
Rangaustraße 1
91639 Wolframs-Eschenbach
Telefon: 09875 - 1288 oder 0170 - 7405249

Geschäftszeiten: Dienstag und Donnerstag 18.00 bis 20.00 Uhr. Bitte rufen Sie werktags keinesfalls vor 13.00 Uhr an.

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Bayern II

Beratungs- und Informationsstelle
Ergänzungsausweis für Antragsteller, deren Postleitzahl mit 8 oder 9 beginnt
dgti e.V. c/o Liisa Vanessa Seefried
Schulstraße 25
90616 Neuhof/Zenn
Telefon: 09107 - 926406

Sprechzeiten: Montag und Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch von 16.00 bis 20.00 Uhr

Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Team Berlin-Brandenburg

Beratungs- und Informationsteam
 
Postadresse:    dgti e.V., Postfach 480108, 12251 Berlin
Beratung:        dgti e.V., c/o BVT, Weisestraße 50, 12049 Berlin
E-Mail:            Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
 
* Tania Hagn - Beratung -
Telefon: 0152 / 320 44 760
tDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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* Mara Prescher - Einzelbetreuung -
Anfragen und Anmeldung zur Einzelbetreuung per E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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* Esther Trapp - Beratung -
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
* Jennifer M. Rath - Activist for human rights -
Telefon: 0162 / 42 777 10
jDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
jDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
* Patricia Metzer - Beratung / Eltern-Kind -
Telefon: 030 / 24 61 54 92
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
* Anastasia Biefang - Diversity -
Telefon: 0177 / 42 56 752
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Hamburg

Beratungs- und Informationsstelle

Greta Bollig -Beratung-

Telefon: 0151 17578373

Termine nach Vereinbarung

Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 
 

Rhein-Main - Hessen - Rheinland-Pfalz

Beratung Kontokarten und Gesundheitskarten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Beratungs- und Informationsstelle Darmstadt
 
Juliana Lorenz 
64331 Weiterstadt
Telefon: 0176 34 99 58 57
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beratungstermine nach Vereinbarung
 
Beratungs- und Informationsstelle Frankfurt
 
dgti e.V. c/o Georgia Schmitz
65929 Frankfurt/ Main
Telefon: 0171 100 1994
Bitte nur telefonische Anfragen
Mo.-Fr. 17.00-19.00 Uhr
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beratungstermine nach Vereinbarung
 
Beratungs- und Informationsstelle Mainz
 
Ergänzungsausweis für Antragsteller, deren Postleitzahl mit 4, 5 oder 6 beginnt

dgti e.V. Rhein-Main
Postfach 1605
55006 Mainz
Telefon:  0151 - 75049494
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  (Eltern von Trans*Kindern)
 
Beratungs- und Informationsstelle Wiesbaden
 
Stefanie Schaaf
Telefon:  0151 - 75049494
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Diane v. Fürstenberg
Telefon: 0611 16895190
Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
 
 

Mittelfranken / Oberfranken / Oberpfalz

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Inge Hildner
Frauentaler Weg 24
90427 Nürnberg
Tel.: 0911 - 313 426
Fax: 0911 - 3684 535
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Niedersachsen

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Julia Steenken
Postfach 4522
26035 Oldenburg (Oldb)
Telefon: 0441 - 35015137

Termine nach Vereinbarung!

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Andrea Ottmer
Unstrutstraße 2
38120 Braunschweig
Telefon: 0531 - 2250078
Fax: 0531 - 2250076
Skype: andrea_bs

Telefonische Beratung Mittwoch von 16.00 bis 22.00 Uhr. Sprechzeiten nach Vereinbarung.

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

  Nordrheinwestfalen - Ost

dgti e.V.
Beratungs- und Informationsstelle Münster
Felix A. Schäper
Postfach 100448
48053 Münster
Telefon/SMS/WhatsApp: 0173 - 4411634
http://www.fb.com/TransBeratungMuenster

Termin nach vorheriger Vereinbarung

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Kontaktformular

dgti e.V.
Beratungs- und Informationsstelle Siegen
Nicole Faerber
Sieghütter Hauptweg 48
57072 Siegen
Telefon: 0271 - 39490249

Termine: Mo, Di, Do, Fr ab 19:00Uhr bis 21:00Uhr oder nach vorheriger Vereinbarung per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Kontaktanfrage.

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Nordrheinwestfalen - West

dgti e.V.

Beratungs- und Informationsstelle Haldern
Feldstr.24
46459 Rees 
 
Elke Spörkel
Telefon: 0172 8247122
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Kirstin Hänisch (für Angehörige)
Telefon: 0176 47021660
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
 

dgti e.V.
 
Beratungsstelle Köln
 
Hannuh Frings
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Rheinland-Pfalz, Nord

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V.
Claudia Frorath
53557 Bad Hönningen
 
Telefon: 0179 9386595 
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Rheinland-Pfalz, Rhein-Main

Beratungs- und Informationsstelle Mainz
 
Ergänzungsausweis für Antragsteller, deren Postleitzahl mit 4, 5 oder 6 beginnt

dgti e.V. Rhein-Main
Postfach 1605
55006 Mainz
Telefon:  0151 - 75049494
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  (Eltern von Trans*Kindern)

Rheinland-Pfalz, Süd

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V.
 
Landau
 
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Bellheim

Sky Aaron Nordau

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Sachsen

Beratungs- und Informationsstelle dgti e.V.

Julia Krüger
 
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Schleswig-Holstein

Beratungs- und Informationsstelle
Ergänzungsausweis für Antragsteller, deren Postleitzahl mit 0, 2 oder 3 beginnt
dgti e.V. c/o Anne-Mette Gerdsen
Bahnhofstraße 1
24977 Ringsberg
Telefon: 04636 - 979550
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Unterfranken, Südhessen, Nordwürttemberg

Beratungs- und Informationsstelle
dgti e.V. c/o Jane Thomas
Astheimer Straße 29
97332 Volkach
Telefon: 09381 - 571

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Eltern-Kind-Team

Kati Wiedner
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.trans-kinder-netz.de

Rina Waschkowitz
(Nord)
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
T
elefon: 02931 / 52 95 87
Mobil: 0175 / 64 29 564

Heike Zimmermann
(Süd)
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
T
elefon: 06732 / 951 81 80

 

Diversity in der Arbeitswelt

Beratungs- und Informationsstelle
Dagmar Kohnen
Kuhlerthang 6
52525 Heinsberg
Telefon: 02452-1061318
mobil: 0151-61543801
Termine nach Vereinbarung!
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
http://www.dasako-diversity.de

Der neue Ergänzungsausweis der dgti


 

1. Wozu überhaupt ein Ergänzungsausweis?

2. Auf welcher Grundlage wird er ausgegeben?

3. Wie sieht er aus? Welche Angaben enthält er?

4. Wie lange ist der Ergänzungsausweis gültig?

5. Wie kann ich ihn bekommen?

6. Erfahrungsberichte über die Verwendung

7. Wird der Eränzungsausweis bei einer Polizeikontrolle anerkannt?

Erläuterungen zum Ergänzungsausweis 


1. Wozu überhaupt ein Ergänzungsausweis?

Häufig werden im Alltag Papiere benötigt, die eine Person eindeutig ausweisen (Ämter, Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, Flughafen, Verkehrskontrolle, Urlaub im Ausland, Schulen / Universitäten / Arbeitsplatz, Post, usw.).

Bei Trans*personen stimmen jedoch die Personalpapiere meist nicht mit der eigenen geschlechtlichen Verortung überein, solange die Namen- und/oder Personenstandsänderung (ein langwieriger und belastender Prozess, der deswegen auch nicht von allen angegangen wird) noch nicht erreicht ist - und selbst dann stimmen die Papiere manchmal nicht überein, weil es in Deutschland bisher nur möglich ist, die Geschlechter "männlich" oder "weiblich" eintragen zu lassen. Ähnlich kann dies auch beim äußeren Erscheinungsbild der Fall sein, das von Außenstehenden oft falsch gedeutet wird. Das führt sehr häufig zu unangenehmen, belastenden und erniedrigenden Fragen oder sogar gefährlichen Situationen.

Wir haben einen Weg gefunden, diesem Zustand zum Teil Abhilfe zu schaffen. Der dgti-Ergänzungsausweis enthält alle selbstgewählten personenbezogenen Daten, sowie ein aktuelles Passfoto, so dass keine Diskrepanz zwischen den Papieren und der Person bestehen bleibt. Seine Dreisprachigkeit in Deutsch, Französisch und Englisch ermöglicht die Verwendung auf Reisen ins Ausland.

Derzeit ist dieser Ergänzungsausweis die einzige standardisierte Form eines Ausweispapiers, das der besonderen Situation betroffener Menschen Rechnung trägt und dabei versucht, keine Segregation innerhalb von Trans*verordnungen vorzunehmen.

Die Erfahrungsberichte zum Ergänzungsausweis zeigen sich positiv. Es entfällt der übliche Erklärungsbedar mit den weit verbreiteten Irritationen. Ein QR-Code auf dem Ausweis, der zu einem Text auf der dgti-Website führt, sorgt dafür, dass Behörden und andere Institutionen über die Funktion des Ergänzungsausweises aufgeklärt werden, und erhöht damit die Praktikabilität. Je nach Bedarf kann der besagte Text auch ausgedruckt und mitgenommen werden. Der dgti-Ergänzungsausweis ist allen Innenministerien der Länder, dem Bundesministerium des Inneren, sowie verschiedenen anderen Behörden, Ministerien sowie verschiedenen Organisationen und Gesellschaften in Deutschland bekannt. Unter welchen Voraussetzungen der Ausweis zu erhalten ist, ist den weiteren Ausführungen zu entnehmen.

 


2. Auf welcher Grundlage wird er ausgegeben?

Vor der Einführung wurde der dgti-Ergänzungsausweis dem Bundesinnenministerium des Inneren vorgestellt. Beim Bundesministerium des Inneren bestanden keine Bedenken in Bezug auf die angefragten Punkte:

  1. Verwendung der Nummer des amtlichen Dokumentes, auf das er bezogen ist
     
  2. Verwendung des Ausweisformates
     
  3. Erreichen der Fälschungssicherheit

Wichtigste Grundlage des Ausweises ist die Umsetzung der Forderung des Europäischen Parlamentes, mitgeteilt in der 11. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, und dort speziell der Punkt 9. (http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/11/053/1105330.pdf) Da seither keine Deutsche Bundesregierung diese Forderung aufgriff, geschweige denn versucht hätte, sie umzusetzen, hat sich der dgti e.V. entschlossen dies zu tun. Das Bundesinnenministerium (BMI) bestätigte uns schriftlich, dass wir uns damit ausdrücklich auf dem Boden geltenden Rechtes befinden (Siehe Schreiben des BMI vom 22.12.2016). Die dgti ist lediglich die herausgebende Stelle dieses Ausweises. Dieser ist ein Dokument zur Verhinderung der Diskriminierung von Amtswegen und erhöht dabei auch die Sensibilisierung staatlicher Organe im Umgang mit Trans*personen. Er unterstützt den nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2 BVR 1833/95 gültigen Anspruch auf Anrede im bewussten und erklärten Geschlecht sowie selbstgewählten Vornamen in der Kommunikation mit staatlichen Organen.  


3. Wie sieht er aus? Welche Angaben enthält er?

 

 

Vorderseite
 
Name, Pronomen und Geschlechtseintrag
Der dgti-Ergänzungsausweis enthält die Rubrik "Name", wobei der selbstgewählte Name eingetragen wird. Dieser kann ggf. auch Sonderzeichen wie z.B. * oder _ enthalten. Der Name kann auch Platzgründen höchstens 24 Zeichen betragen.

Auch erhält der dgti-Ergänzungsausweis die Rubrik "Pronomen", um Außenstehende darauf hinzuweisen, welches Pronomen sie für die Person verwenden sollen oder ob diese nicht mit einem Pronomen angesprochen werden möchte oder mit ihrem Namen (z.B. bei Polizeikontrollen). Es ist auch möglich nichts einzutragen, dann wird das Feld auf dem Ausweis mit einem / gekennzeichnet. Das Pronomen darf aus Platzgründen höchsten 17 Zeichen betragen.

Die Geschlechtsangabe auf dem Ergänzungsausweis kann, muss aber nicht ausgefüllt werden. Bei Nicht-Ausfüllen wird auch hier ein / eingetragen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass besonders bei Reisen aber Probleme bei unbekannten Geschlechtern auftauchen können. Unsere Empfehlung geht daher in die Richtung ein x als Geschlecht eintragen zu lassen, wenn weder ein männliches noch ein weibliches Geschlecht eingetragen werden sollen, da das x auch von Computern am Flughafen usw. meist verarbeitet werden kann. Es steht den Antragstellenden trotzdem frei eine andere Angabe zu machen. Die Angabe darf aus Platzgründen höchstens 24 Zeichen betragen.

Weitere Daten
Der Ausweis enthält auch ein Passfoto und die Nummer des amtlichen Ausweises zur Verknüpfung mit diesem. Auch das Gültigkeitsdatum des dgti-Ergänzungsausweises ist inbegriffen.

 

Rückseite
 
QR-Code und Textfeld
Der QR-Code, der sich auf der Rückseite des Ausweises befindet, verweist auf einen Informationstext auf der dgti-Website, worin für Behörden und andere Institutionen erklärende Hinweise zum Ergänzungsausweis zu finden sind. So können Menschen, denen eine solche Thematik zum ersten Mal begegnet, sich informieren. Beispielsweise können Polizist*innen sich bei einer Kontrolle darüber informieren, dass der Ergänzungsausweis ein vom Bundesministerium des Inneren bestätigtes Dokument ist. In einem Textfeld ist dreisprachig aufgeführt, dass die Angaben auf dem Ergänzungsausweis geachtet, so wie das gewählte Pronomen respektiert werden sollen.

 


4. Wie lange ist der Ergänzungsausweis gültig?

Die Gültigkeit der Ergänzungsausweises ist nur von der Gültigkeit des Ausweisdokuments, auf das er sich durch die Ausweisnummer bezieht, abhängig. Wird der amtliche Ausweis (z.B. Personalausweis) ungültig und muss ersetzt werden, so wird auch der Ergänzungsausweis ungültig.

 


5. Wie kann ich ihn bekommen?

Der Ergänzungsausweis kann per Brief bei der dgti beantragt werden. Dafür müssen folgende Dokumente gemeinsam eingeschickt werden:

  1. Ausgefülltes Antragsformular (siehe unten)
  2. Aktuelles Passbild in amtlicher Größe, das nicht biometrisch sein muss (Bitte nicht mit Büroklammer anstecken oder aufkleben und auch ausweichende Qualität achten. KEINE eigenen Ausdrucke mit Tintenstrahldrucker!)
  3. Den Betrag in Höhe von 19,50 Euro habe ich überwiesen an:
    dgti e.V.
    IBAN: DE11 6649 0000 0013 0776 06
    BIC: GENODE61OG1
    Volksbank Offenburg
  4. Kopie des Einzahlungsbeleges für die 19,50 Euro Bearbeitungsgebühr
  5. Bitte alles Angegebene in einen gut lesbar adressierten und ausreichend frankierten Briefumschlag stecken und an die für Ihren Postleitzahlenbereich zuständige Stelle als einfachen Brief schicken. Einschreiben sowie Bargeld können nicht angenommen werden. Welche Stelle für Ihren Postleitzahlenbereich zuständig ist, entnehmen Sie bitte der dgti-Website.

Bitte beachten Sie, dass für Ihren Postleitzahlenbereich eine bestimmte Stelle mit der Ausstellung des Ausweises beauftragt ist und senden Sie den Antrag NUR AN DIESE Stelle!

Welche Stelle für Ihren Postleitzahlenbereich zuständig ist wird im folgenden Abschnitt aufgeführt. Achten Sie auch auf die Korrektheit der angegebenen Daten. Ein zweiter Antrag wegen fehlender oder unrichtiger Daten kostet Sie Zeit und Geld!

Die dgti e.V. haftet weder für meine Angaben und/oder für daraus resultierende Folgen, noch für die Kosten der Ausstellung eines neuen Ergänzungsausweises. Mit der Beantragung des dgti-Ergänzungsausweises verpflichtet sich die antragsteilende Person dazu, den Ergänzungsausweis nicht zur Verschleierung von Straftaten oder als Instrument zur Begehung dieser oder für andere Gründe die den Werten des dgti e.V. nicht entsprechen zu nutzen.

Hiermit erkläre ich mein Einverständnis, dass meine personenbezogenen Daten im Rahmen des Herstellungsprozesses durch die dgti e.V. an die mit der Herstellung und den Vertrieb bedachten Auftragnehmer_innen weitergegeben werden. Es werden nur jene Daten weitergegeben, die für die jeweilige Beauftragung notwendig sind. Auf Auftragnehmer_innen haben sich gegenüber der dgti e.V. zur Verschwiegenheit und Einhaltung des Datenschutzes nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verpflichtet. Die personenbezogenen Daten werden nach der Auftragsbearbeitung anonymisiert für statistische Zwecke gespeichert. Folgende Daten werden gespeichert: Geburtsjahr, Monat und Jahr des Antrages, erste 3 Ziffern der Postleitzahl, Geschlecht, Pronomen. Alle darüber hinausgehenden Daten werden gelöscht, sofern sie nicht für Zwecke der allgemeinen Verwaltung durch gesetzliche Vorschriften gespeichert bleiben müssen.

Die dgti e.V. ist nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zum Schutz der personenbezogenen Daten verpflichtet und wird diese nicht an Dritte weitergeben.

Der Hersteller der Karten ist ein offiziell anerkanntes Kommunikationsunternehmen laut §6 Abs. 3 Bundesnetzagentur. Der Hersteller garantiert für die Sicherheit der an ihn übertragenen Daten. Die an ihn übertragenen Daten werden nach der Auftragsbearbeitung vernichtet. 

Für Antragsteller*innen,
die im Postleitzahlbereich
1.... oder im Ausland wohnen:
Für Antragsteller*innen,
die im Postleitzahlbereich
0...., 2.... oder 3.... wohnen:

dgti e.V. Rhein-Main
Postfach 1605
55006 Mainz

Kontakt:
Mail: 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

dgti e.V.
c/o Anne-Mette Gerdsen
Bahnhofstraße 1
24977 Ringsberg

Kontakt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

Für Antragsteller*innen,
die im Postleitzahlbereich
4...., 5.... oder 6.... wohnen:
Für Antragsteller*innen, die im Postleitzahlbereich
7...., 
8.... oder 9.... wohnen:

dgti e.V. Rhein-Main
Postfach 1605
55006 Mainz

Kontakt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

dgti e.V. Bayern
c/o Liisa Seefried
Schulstraße 25
90616 Neuhof/Zenn

Kontakt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

 
Die Bearbeitungsdauer beträgt ca. 3-4 Wochen. Bitte sehen Sie von Anfragen bezüglich der Bearbeitungsdauer ab. Diese beschleunigen die Bearbeitungsdauer keinesfalls. Die Bearbeitung erfolgt streng in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge und wird von ehrenamtlichen Mitgliedern des dgti e.V. durchgeführt.
 
Antragsformular Download
 
Die passenden Antragsformulare finden Sie zum Herunterladen bei den Kontaktdaten zu Ihrem Postleitzahlengebiet.

ES KANN KEINE BEARBEITUNG STATTFINDEN, WENN NICHT ALLE PUNKTE VOLLSTÄNDIG ERFÜLLT SIND BZW. WENN TEILE DER DOKUMENTE NICHT ODER NICHT VOLLSTÄNDIG LESBAR SIND.
 
Ausstellung des Ergänzungsausweises in besonderen Fällen
 
In besonderen Fällen, in denen z.B. kein amtlicher Ausweis vorhanden ist, kann der Ergänzungsausweis, in Absprache mit der für den Postleitzahlenbereich zuständigen Stelle, ausgestellt werden. Besondere Fälle sind...
 
  1. ... wenn ein Kind noch keinen Personalausweis hat
  2. ... wenn ein Aufenthaltstitel, wie hier beschrieben, vorliegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltstitel
  3. ... wenn eine Aufenthaltsgestattung, wie hier beschrieben, vorliegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltsgestattung
  4. ... wenn eine Duldung, wie hier beschrieben, vorliegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Duldung_(Aufenthaltsrecht)
  5. ... wenn andere Fälle vorliegen kontaktieren Sie die für ihren Postleitzahlenbereich zuständige Stelle für Fragen

Häufige Fehlerquellen

Leider kommt es trotz dieser Hinweise immer wieder vor, dass...

... Wunschname/selbstgewählte Namen nicht deutlich genug angegeben wird

... das beigefügte Bild nicht den Normen oder der Qualität eines Passbildes entspricht (eigene Ausdrucke mit Tintenstrahldrucker genügen nicht)

... die Angabe der Personalausweisnummer bzw. amtlichen Ausweisdokumentes fehlt.

... die Angabe des Gültigkeitsdatums des Personalausweises bzw. amtlichen Ausweisdokumentes fehlt

... die angegebene Adresse nicht mit der Versandanschrift übereinstimmt und der Ausweis so an eine falsche Adresse verschickt wird

... die Angaben auf dem Antragsformular schlecht oder nicht lesbar sind

... die Gültigkeit des Personalausweises bzw. amtlichen Ausweisdokumentes abgelaufen ist oder kurz vor dem Ablauf steht

... das Antragsformular nicht unterschrieben wurde

 

Bitte helfen Sie dabei, Verzögerungen bei der Ausstellung der Ausweise zu vermeiden, indem Sie die Vorgaben beachten.

Die Speicherung der personenbezogenen Daten unterliegt den gleichen Vorschriften, die für die Ausstellung von Pässen und Personalausweisen gelten. Auskünfte erhalten nur Ermittlungsbehörden und Gerichte, um Fälle des Missbrauchs oder der Fälschung von Ausweisen aufzuklären. Entsprechend der Forderungen des Europaparlamentes zum Schutz von Transpersonen von 1998 welche bisher nicht umgesetzt worden sind, kann der Ausweis auch an Bürger*innen der EU ausgestellt werden, die sich zeitweise oder überwiegend in der BRD aufhalten (unabhängig vom derzeitigen Wohnsitz).

6. Erfahrungsberichte über die Verwendung

Erfahrungsberichte über den Ergänzungsausweis


7. Wird der Ergänzungsausweis bei einer Polizeikontrolle anerkannt?

Wir können selbstverständlich nicht dafür bürgen, dass jede Polizeistreife vom Ergänzungsausweis gehört hat, der Ergänzungsausweis wurde dem Bundesinnenministerium und anderen Behörden jedoch vorgestellt. In der polizeiinternen Zeitschrift "Streife - Das Magazin der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen" wurde er in der Ausgabe 05 2016 auf Seite 12 nochmals vorgestellt. Hier können Sie den Artikel online einsehen: 

https://polizei.nrw/sites/default/files/2016-11/Streife_%233_04_05_16.pdf

 

 

Das Beratungsgespräch


Hinweise für Menschen die Hilfe suchen

"Transsexuell- ja oder nein? - hoffentlich nicht? - und wenn doch?"
aber auch für Ärzte, Psychologen und "Helfer"

von Helma Katrin Alter

Sinngemäß gelten diese Aussagen auch für die anderen Beratungsstellen. Besonderheiten können dort jeweils telefonisch oder per Mail erfragt werden. - Kontakte siehe Ende Information.

Inhalt:

Wie verläuft das Beratungsgespräch?

Was wird von mir erwartet? Was kann ich erwarten?

Auf wen lasse ich mich da ein?

Was kostet die Beratung? Wie geht es weiter?

 


 

Wie verläuft das Beratungsgespräch?

Immer wieder erreichen mich Briefe, Anrufe und Mails, in denen die Frage nach der prinzipiellen Arbeitsweise der Beratungsstelle gestellt wird. Ich möchte deshalb die entsprechende Antwort veröffentlichen, vor allem auch, weil ich denken, dass sie ...

... für andere Gruppen und Beratungswillige eine Anregung ist, wie mit der Problematik "TRANSGENDER - TransFrau - TransMann - Transsexualität - Transidentität - oder Intersexualität/Zwitter" umgegangen werden kann. Natürlich ist diese Antwort nur eine von vielen Möglichkeiten, auch wenn verschiedene Grundaussagen für viele gemeinsam zutreffen werden.

... es vor allem für die Menschen wichtig ist, die so sehr noch in sich gefangen sind, dass sie es gar nicht wagen würden diese Frage zu stellen.

Bei einem Erstkontakt plane ich 2 bis 4 Stunden ein. Die Beratung findet in meinem kombinierten Wohn-/Arbeitszimmer statt. Je nach persönlicher Situation der/des Ratsuchenden treffen wir uns am Vormittag, Nachmittag, Abend oder in Ausnahmefällen auch am Wochenende (bei einer weiten Anreise eventuell auch mit Schlafmöglichkeit bei mir).

Zunächst versuche ich durch gegenseitiges Kennenlernen eine gut Gesprächsbasis zu finden. Es muss ein Mindestmaß an gegenseitige m Vertrauen aufgebaut sein. Dann versuche ich deutlich zu machen, dass nur der rein rechtliche Weg eindeutig geklärt ist und für alle Betroffenen gleich, der medizinische und soziale Weg ist für jeden Menschen verschieden, auch wenn es dabei ein Mindestmaß an Regeln einzuhalten gilt. Ich versuche also abzuklären, inwieweit die Vorstellungen des Betroffenen mit der Realität übereinstimmen, wenn möglich dadurch, dass er/sie selbst im Gespräch darauf kommt.

Gemeinsam versuchen wir dann Lösungsalternativen im Bereich der medizinischen Betreuung und der sozialen Stabilisierung zu erarbeiten.

Dazu müssen natürlich sehr viele, auch sehr persönliche, manchmal intime Informationen ausgetauscht und besprochen werden. Wir werden immer wieder kürzere Pausen brauchen, denn nach einiger Zeit raucht der Kopf. Es stehen auch Videofilme als Auflockerung und Info zur Verfügung. Was dann am Ende konkret herauskommt ist immer offen.

Im Mittelpunkt steht immer der "ganze" Mensch, nicht nur das Problem "Transgender". Fehlt beim Ratsuchenden dieses Grundverständnis, so muss es behutsam aufgebaut und bewusst gemacht werden.

Die Beratungsstelle steht auch Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, ... zur Verfügung, um grundsätzliche Fragen zu klären oder um in Einzelfällen, unter Wahrung der Schweigepflicht auf beiden Seiten, konkrete Lösungswege zu erarbeiten. Die Beratungsstelle kann auch von Medienvertretern in Anspruch genommen werden, um zur Unterstützung von Recherchen Grundsatzfragen zu klären und Wissen zu erlangen. Über Einzelfälle kann nur dann gesprochen werden, wenn die betroffene Person selbst anwesend ist und dies wünscht!

 


 

Was wird von mir erwartet? Was kann ich erwarten?

Als wichtigste Grundvoraussetzungen erwarte ich vom/von der Ratsuchenden:

Ein vereinbarter Termin muss eingehalten werden. Wenn etwas dazwischen kommt, dann soll er rechtzeitig abgesagt werden. Ich halte meist 4 Stunden für ein solches Gespräch frei, um es im Ausnahmefall auch so lange ausdehnen zu können, oder aber ausklingen zu lassen, damit der/die Ratsuchende die Beratungsstelle in einer möglichst guten Verfassung verlassen kann.

Sicher habe ich Verständnis, wenn jemanden im letzten Augenblick der Mut verlässt. Dann aber sollte der/die Ratsuchende kein schlechtes Gewissen haben und baldigst Bescheid sagen, warum er/sie nicht kam. Wenn jemand den ersten Schritt, die Terminvereinbarung, geschafft hat und beim zweiten, dann zu kommen, zunächst versagt, ist dies keine Schande. Ich mache mir aber Sorgen. Also Anrufen, wenn der Termin versäumt wurde und ehrlich bleiben. Er/sie bekommt einen neuen Termin. Versprochen!

Ratsuchende sollen wegen ihres Anliegens kommen. Wer als Mitbetroffene/r alleine kommt darf nicht erwarten, dass er/sie "Rezepte" für den eigentlich Betroffenen abholen kann. Mit Eltern eines transidentischen Kindes werde ich über sie selbst und mit ihnen sprechen, und nur in diesem Zusammenhang über das Kind. Dies gilt natürlich auch im umgekehrten Fall und bei Partnerschaften, wenn nur der selbst nicht betroffene Partner kommt.

Ratsuchende können natürlich den/die Partnerin mitbringen, Kinder ihre Eltern und umgekehrt, oder auch eine andere Begleitperson, z.B. einen Freund oder den Sozialbetreuer. Ich hatte auch schon einen Psychotherapeuten mit seinem Patienten zusammen hier. Grundsätzlich gilt: Jeder spricht nur für sich selbst.

Der/die Ratsuchende kann von mir erwarten:

Ich habe sehr viel Geduld und lasse ihm/ihr Zeit zur "Sache" zu kommen. Den Einstieg in das Gespräch werde ich immer individuell gestalten, je nach der ratsuchenden Person, der Tageszeit und den sonstigen Umständen. Ich kann sehr gut reden und habe auch sehr viel zu sagen. Doch jeder der schon bei mir war weiß, dass ich vor allem sehr gut und konzentriert zuhören kann. Ich kann ein Gespräch, oder den Verlauf der Erzählung des Ratsuchenden, lenken. Doch meist lass ich ihm freien Lauf, damit der/die Ratsuchende selbst merkt wo "der Schuh" wirklich drückt.

Ich halte keine Informationen zurück, vor allem aber dränge ich keine auf.

Ich unterwerfe mich selbst der Schweigepflicht. Wenn ich Beispiele verwende bin ich dazu entweder ausdrücklich von der Schweigepflicht entbunden oder sie sind so anonymisiert, dass sie nicht gebrochen ist. Außerdem spielen Beispiele anderer Ratsuchender nur in Ausnahmefällen eine Rolle für das Gespräch. Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch lebt in anderen sozialen Zusammenhängen, auch wenn sich Geschichten von Transgender - TransFrauen - TransMännern - Intersexuellen/Zwittern in vielen Punkten zu gleichen scheinen.

 


 

Auf wen lasse ich mich da ein?

Im Lauf der letzten Monate hörte ich immer wieder den Satz: "Im Internet ist in allen möglichen Homepages viel von Dir zu lesen, aber nirgends findet man etwas über Dich".

Zu meiner Person

Ich bin Mensch, in meiner Weiblichkeit - Frau, mit männlicher Vergangenheit - TransFrau.

Ich wurde im Februar 1945 geboren, als "ganz gesunder Junge". Häufig hieß es aber: "Wäre das ein hübsches Mädchen geworden". Schon im Alter von vier Jahren spürte ich, dass etwas nicht in Ordnung war, versteckte aber alle eigenen Bemühungen "ein Mädchen" zu werden, nachdem mich meine Eltern im 10. Lebensjahr erwischten, als ich heimlich die Sachen meiner Schwester trug.

Schon mit 15 Jahren übernahm ich die Leitung einer Jugendgruppe von Gleichaltrigen, beschäftigte mich mit Psychologie und Pädagogik. Mit 21 Jahren leitete ich die Werkschule der Firma Grundig. Später arbeitete ich fast 15 Jahre in der Ausbildung und Rehabilitation von Körperbehinderten und übernahm dabei auch Aufgaben im psychologischen und sozialen Bereich.

Von 1966 bis 1989 war ich verheiratet, habe zwei Kinder und drei Enkelkinder. Ich lebte nach außen in den fast perfekt gelernten Rollen als Ehemann, Vater, strebsamer Mitarbeiter. Dass ich in Wirklichkeit eine Frau war, war sowohl eine Bereicherung in der Partnerschaft, führte aber auch zu großen Spannungen.

Mehrere Versuche, seit 1970, als Frau zu leben, scheiterten sowohl an eigenen Ängsten, als auch an Einflüssen von außen. Erst seit Sommer 1994 lebe ich so wie ich bin, als Frau. Ich schrieb damals meinen Nachbarn einen Brief: " ... möchte ich mich Ihnen vorstellen, obwohl ich schon seit 5 Jahren hier wohne. Sie haben gesehen, dass ich in letzter Zeit öfter Damenbesuch bekomme, was für einen alleinstehenden, älteren Herrn sicher nicht ungewöhnlich ist. Ungewöhnlich ist nur, dass ich diese Dame selbst bin und mich ab morgen nicht mehr als Mann verkleiden werde. ..." Danach suchte ich nach über sechs Jahren "Härtetest" als Mann erstmals wieder einen Arzt auf um die für mich zusätzlich nötigen Schritte der Behandlung einzuleiten.

Seither bin ich kirchlich engagiert, musste aus rein zeitlichen Gründen nach fünf Jahren die Teilnahme im Kirchenchor leider einstellen (Frau im Bass). Ich bin seit 1996 von den Frauen meines Ortsvereins der SPD als Vertreterin in den Unterbezirk der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) gewählt und gehöre seit 1999 auch dem Vorstand im SPD-Ortsverein an. Ich bin Mitglied im Beschwerderat Psychiatrie der PSAG der Stadt Köln (drei professionelle Vertreter/Ärzte, Psychologen und drei Laienvertreter als Schiedsstelle für Psychiatrie und Psychotherapieprobleme). Ich konnte die Arbeitslosigkeit, in die ich durch konjunkturelle Entwicklungen noch als "Mann" geraten war, auch als Frau mit über 50 Jahren noch nicht überwinden. Dies soll zur Schilderung der heutigen sozialen Lage reichen.

 


 

Was kostet die Beratung? Wie geht es weiter?

Die Beratungsstelle bekommt bisher keinerlei öffentliche Gelder, Zuschüsse oder Gelder von Sponsoren. Ich finanziere sie ausschließlich mit meinen eigenen Mitteln. An dieser Situation wird sich auch in den nächsten Monaten nichts ändern.

Die übernimmt die Kosten für notwendige Telefongespräche, Porto und Verbrauchsmaterial im Büro. Für die Beratung gilt der Ausspruch:

Die Beratung kostet 0,50 € (unabhängig von der Zeitdauer) und ist hoffentlich nicht umsonst.

Aus obigen Ausführungen seht Ihr aber sicher, dass die dgti-Beratung auf einen freiwilligen "Bürozuschuss" angewiesen sind. Seine Höhe soll jeder Ratsuchende selbst im Bereich von 0,50 € bis X festlegen. Über alle Zuschüsse wird Buch geführt. Sie werden ausschließlich für Kosten wie Porto, Telefon, Onlinezeit, Büromaterial, ... verwendet und nicht für den Berater. Informationsmaterial wird zu einem Staffelpreis, nach Selbsteinschätzung, abgegeben . Die niedrigste Staffel ist dabei jeweils der Selbstkostenpreis für Herstellung oder Beschaffung. Überschüsse werden als Vorleistung für die Erstellung neuen Materials verwendet. Nur so können wir das Angebot für die Zukunft ausbauen und attraktiv gestalten.

Oft werde ich am Ende des Erstgesprächs gefragt, wie es denn nun weiter gehe. Dabei ist die Fortsetzung der Kontakte mit oder Hilfen durch die Beratungsstelle gemeint.

In erster Linie liegt es an dem/der Ratsuchenden selbst. Denkbar sind weitere Termine bei mir. Da wir uns nach einem Gespräch ja doch schon recht gut kennen, lassen sich einige Dinge per Mail, Post oder Telefon erledigen.

Nur in wichtigen Ausnahmefällen suche ich von mir aus den Kontakt zum Ratsuchenden.

Der/die Ratsuchende sollte eventuell auch einmal daran denken, dass es für mich ein gutes Gefühl ist, wenn er/sie sich beim mir mal irgendwie meldet, nicht weil es wieder oder noch Probleme gibt, sondern nur um mir zu berichten, wie es denn weiter gegangen ist. Ich freue mich über solche Anrufe oder Nachrichten.

Adressen und Telefonnummern der dgti Beratungsstellen

© Helma Katrin Alter

Wir stellen uns vor

dgti e.V. - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.


 

Die Vorstandschaft der dgti

Die Satzung der dgti

Mitgliedschaft

Aufgaben der Gesellschaft und Ziele

Enstehung des Namens der dgti

Landesgeschäfts- und Beratungsstellen der dgti

Der Ergänzungsweis

Ergebnisse der Mitgliederversammlung 2009

Ein Flyer der dgti

Der Antrag zur Aufnahme in die dgti als PDF-Datei zum Ausfüllen per Hand oder als Word-Dokument zum Ausfüllen am PC