25 | 10 | 2014

Willkommen bei der dgti


Köln, 19. April 2000

Transgender 
TransFrau - TransMann
neue Begriffe? - neue Trends!

Am 8./9. April 2000 fand in Hamburg der 12. Verbandstag des LSVD - Lesben- und Schwulenverband statt. Mit grosser Mehrheit wurde ein Antrag des TransMann e.V., der Mitglied im LSVD ist, angenommen, der ausdrücklich klar macht, dass es gemeinsame Wurzeln und gemeinsame Ziele gibt (näheres bei http://www.transmann.de)

Bei diesem Verbandstag wurde aber auch die Frage aufgeworfen: "Wo bleiben die Mädels aus der Transgenderbewegung, um am gemeinsamen Strick auch in die gleiche Richtung zu ziehen?"

Am 15./16. April 2000 fand in Stuttgart die Bundesdelegiertenkonferenz der lesbischen Sozialdemokratinnen und schwulen Sozialdemokraten SCHWUSOS statt. Dort waren nur die Mädel vertreten (aus Berlin, Hamburg und Köln). Auch hier lagen Anträge vor, im Sinne von Integration statt Ausgrenzung oder Abgrenzung.

In einem Beschluss, als Auftrag für den neuen Bundesvorstand, wurde einstimmig angenommen, dass "keine Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Transgender in der Bundeswehr" mehr stattfinden darf. Was für die Bundeswehr hier beschlossen wurde muss aber analog auch für Polizei und Grenzschutz gelten.

Zusätzlich wurde ein Initiativantrag aus Köln angenommen (bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung), der sich inhaltlich an die Entschließung des LSVD anlehnt, jedoch in seinen konkreten Forderungen darüber hinaus geht. Aus diesem Grunde veröffentliche ich auch den Wortlaut.

Auch wenn ich persönlich, durch Wahl und Mandat, parteipolitisch in der SPD angesiedelt bin, so arbeitet die dgti eindeutig unabhängig von parteipolitischen Interessen.

Nun noch einmal den Aufruf / die Frage zum Problem von Progynon: Die Firma Schering stellt sich zur Zeit auf den Standpunkt "Was können wir dafür, dass unser Medikament zweckentfremdet verwendet wurde?".

Ich habe Anregungen, dass eine Unterschriftenliste von betroffenen TS erstellt wird. - Es ist bisher kein Arzt bereit seine Erfahrungen, meist positiv, über den Einsatz von Progynon Depot 100 zu veröffentlichen. - Es gibt bisher keine Aussagen darüber, welche Probleme auftreten können, wenn auf ein anderes Präparat umgestiegen wird (z.B. Estradurin 80). - Patienten, die bisher mit Progynon behandelt wurden, merken erst Schritt um Schritt, dass der Nachschub nicht mehr möglich ist, da sie meist einen Vorrat haben, der bis zu 12 Monate reicht.- Bitte meldet Euch, damit Initiativen in Richtung BGM und Ärzteschaft effektiv angesetzt werden können.

Ein weiterer Aufruf betrifft Niedersachsen: In den letzten Monaten häufen sich Anfragen wegen sexueller Nötigung durch Sachverständige gegenüber Transsexuellen bei Verfahren zur Namensänderung nach TSG. Die Methoden sind nicht neu. Neu ist jedoch, dass TransFrauen und TransMänner den Mut haben sich gegen derartige Übergriffe zu wehren. Gleichzeitig besteht aber die Angst bei Transgender, dass Selbstbewußtsein im Gutachten negativ gegen den Antragsteller/die Antragstellerin verwendet wird. So kommt es zu Duldung unter Protest oder der Bitte, dass wir uns für Transgender in Niedersachsen einsetzen.

Eine entsprechende Beschwerde wird von uns noch vor Ostern an den Petitionaausschuss des Landtages in Niedersachsen abgehen. Trotzdem sind wir sehr daran interessiert noch weitere konkrete Fälle zu erfahren. Also meldet Euch bitte. Diskretion, soweit diese gewünscht wird und notwendig ist (z.B. wegen laufender Verfahren), ist selbstverständlich.

dgti e.V.
Godorfer Hauptstr. 60
50997 Köln
Tel./Fax: 02236 - 839018
mail to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geschäftszeiten: Di. 19:00-22:00 h, Fr. 13:00-18:00 h

frühere Begrüssungsseiten