23 | 04 | 2014

Willkommen bei der dgti


Köln, 20. Februar 2001

Transgender 
TransFrau - TransMann
Intersexuelle

Nachtrag - Köln, 11. März 2001

zu (C): mit der Aktualisierung der Rubrik Genderpolitik wurde begonnen. Es ist noch nicht die versprochene Stellungnahme der dgti zum TrGG, jedoch vieles Klärende zur PGG und ihrer Arbeit, z. B. Tagebuch der Arbeitsabläufe.

(A) Anfragen und Bitte um Mithilfe, Stand 20.02.2001

1. Ein Fernsehteam, öffentlich-rechtlicher Sender, sucht Intersexuelle unnd Eltern von Intersexuellen für einen soliden Aufklärungsbeitrag. Sie wollen damit auch erreichen, dass "die Mauer des Schweigens" durchbrochen wird. Wir regen uns auf, dass in anderen Ländern Mädchen beschnitten werden und haben keine Ahnung davon, was teilweise mit unseren Neugeborenen und Klienkindern geschieht, wenn sie nicht der Norm männlich oder weiblich entsprechen. Im Namen der dgti distanziere ich mich aber ausdrücklich von Unterstellungen, dass medizinisch sinnvolle und notwendige Hilfe zu unterbleiben hätte. Diese Behauptung lässt sich auch nicht aus dem Entwurf des TrGG ableiten.

2. Auf der homepage der VIVA laufen einige Befragungen, die bisher zu wenig beachtung finden. Unter anderem führt ein Medizinstudent im letzten Studienjahr eine Befragung durch "Wieviel Körper braucht der Mensch", die sich vor allem an bereits operierte Transgender wendet und bei der VIVA online ausgefüllt werden kann. Herr K. Megerle will mit dieser Studie, die in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Plastische Chirurgie am Krankenhaus Rechts der Isar in München durchgeführt wird, an einem bundesweiten Nachwuchs-Forschungswettbewerb teilnehmen.

Zu der Art der Fragestellung kann man sicher verschiedener Auffassung sein. Mir persönlich fällt auf, dass es sich um die klassischen, gesellschaftlich geprägten Vorstellungen über wichtige Fragen handelt. Natürlich unterliegen auch Transgender diesen Prägungen. Ich hatte vorgeschlagen eine gleichartige Befragung unter "Normalos", Männern und Frauen durchzuführen und außerdem eine Befragung im Sinne von "Erwartungshaltung der Bevölkerung zur Körperlichkeit von Transgendern".

3. Wir suchen nach wie vor dringen Psychologen und Psychotherapeuten, die bereit sind Transmänner und Transfrauen auf ihrem Weg zu begleiten, nach wie vor vor allem in Hessen, aber nicht nur dort. Meldungen bitte an die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

(B) Ergänzungsausweis/Vorläufiger Reisepass

In Nummer 5.2 der allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des Passgesetzes (Bekanntmachung der Neufassung im Gemeinsamen Ministerialblatt vom 21. September 2000, Seite 587, ISSN 0939-4729, findet sich die Anweisung für Transsexuelle auf Wunsch einen vorläufigen Reisepass mit einer Geltungsdauer von 5 bis zu 10 Jahren auszustellen.

Diese Vorschrift gilt sowohl für Transgender, die bisher nur den Vornamen geändert haben, als auch für solche, die sich im Umstellungsprozess befinden und dies nachweisen (Anmerkung der dgti: z.B. durch Vorlage des Ergänzungsausweises). Beurkundet werden die amtlichen Daten, jedoch ohne Geschlechtsrubrik.

(C) Transgendergesetz TrGG

Die dgti wird im Laufe des Monat März eine zusammenfassende eigene Stellungnahme zum Entwurf des Transgendergesetzes und der bisherigen "lebhaften" Diskussion veröffentlichen. Neben soliden Beiträgen kamen bisher sehr viele Schnellschüsse, Schmollendes, Ausdruck von Beleidigtsein und kurzsichtige Kommentare, die auch Verwechsungen zwischen Gesundheitswesen und Personenstandsrecht brachten.

Auch die dgti ist der Auffassung, und bekommt es durch Anfragen und Probleme mit Kassen, Ärzten, MDK, ... täglich mit, dass im Gesundheitswesen vieles schief läuft. Aber das ist eben eine andere "Baustelle", wie auch schon der Transmann e.V. deutlich gemacht hat.

Eure
Helma Katrin Alter

dgti e.V.
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