30 | 09 | 2014

Willkommen bei der dgti


Köln, 20. April 2002
Köln, 28. April 2002

Transgender 
TransFrau - TransMann
Intersexuelle

(A) Zwei Seminarangebote

vom 13. - 20. Juli und vom 20. - 27. Juli 2002
in Matrei in Osttirol, südlich der Felbertauern in Richtung Lienz z.Z. noch freie Plätze - 2 im ersten Seminar - 3 im zweiten Seminar

"Das miteinander Leben können und wollen ist ausdrücklicher Bestandteil der Seminare."

Durch ein privates Sponsorangebot hat die dgti die Möglichkeit in der besten Urlaubszeit, in einem Appartementhotel der Spitzenklasse, in malerischer Bergwelt (südlich des Großglockner) zwei Seminare für je 6 Teilnehmer anzubieten.

Vorgesehen ist die Verbindung von Urlaub, Gedankenaustausch und Lernen (Selbsterfahrung, Wahrnehmungstraining, Beratungstraining und Moderation). Pro Woche können 6 Personen an dieser "Schulung" teilnehmen. Leitung: Helma Katrin Alter

Näheres findet Ihr hier.

(B) Wichtige neue Inhalte

1. Es wurden die ersten Leitsätze zu Grundsatzurteilen eingestellt - Thema Kostenübernahme und Entscheidungen zum TSG

2. Unter medizinisches ist ein wichtiger Hinweis zur Laser-Epilation zu finden. Die Bundesärztekammer hat die Laser-Epilation in die Kostenordnung mit aufgenommen. Es kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass die Nadelepilation die einzige wirkungsvolle Haarentfernungsmethode ist.

(C) In eigener Sache

Am 14. April 2002 hat in Köln eine Arbeitssitzung der dgti stattgefunden, die u.a. für eine bessere Effektivität unserer Arbeit sorgen sollte. Für die Besucher unserer Seiten wird dies auch Auswirkungen haben.

1. Neu eingeführt wird die Rubrik "Religion und Ethik", die speziell von Patricia betreut wird. Vor allem wollen wir aber auch Beiträge von Lesern einstellen.

2. Die Arbeitsgruppe "Selbständige, Beamte und Angestellte in leitender Funktion" hat eine neue Moderastion und zieht um. Es wird sich auch die Präsentation der Gruppe im Internet ändern.

3. Ulrike aus Essen, die bisher diese Gruppe betreute, wird ihre Arbeit auf die Beratungsstelle NRW-Ost konzentrieren. Weiterhin gilt natürlich, dass sich jeder Hilfe- und Ratsuchende an jede Landesgeschäfts- und Beratungsstelle wenden kann.

4. Eine Überprüfung der SHG-Kontakte, die der dgti gemeldet waren, hat einen Rücklauf "nicht zustellbar" von über 20% ergeben. Wir werden dies auf der SHG-Seite vermerken, und wenn innerhalb eines Jahres keine neuen Informationen kommen, werden diese Gruppen bei uns nicht mehr veröffentlicht. Grundsätzlich werden alle Gruppen, die sich nicht bis zum Dezember eines Jahres bei uns rückgemeldet haben im folgenden Jahr mit einem Fragezeichen versehen und 12 Monate später von der Veröffentlichung gelöscht.

5. Mittelfristig wird die Seite der dgti, nun durch eine Betreuung außerhalb der Bundesgeschäftsstelle, effektiver gestalltet werden.

(D) Institutionalisierte Gewalt - hier speziell durch MDS/MDK
(und Reaktion des MDK-Nordrhein darauf)

In den letzten 12 Monaten stellten nicht nur wir fest, dass es mit der Behandlung von Transgendern, den Kostenübernahmen, aber auch den Gerichtsverfahren verstärkt Probleme gibt. Dabei tauchte immer wieder der Begriff MDS auf.

Am 23. April 2001 wurde der Abschlussbericht der Projektgruppe P 29 b, "Behandlungsmaßnahmen bei Transsexualität", fertig gestellt und gezielt verteilt. Da im Impressum keine Bezugsquellen angegeben sind, kein Auftraggeber und auch keine Zielrichtung für wen oder was diese Studie sein soll, hat sie praktisch den Stellenwert eines "Geheimpapiers".

Der dgti liegt seit einigen Tagen die vollständige Studie vor (106 Seiten, die es sich eigentlich nicht lohnt zu drucken).

Projektgruppenleitung: Frau Dr. Bauer, MDS
Projektgruppenmitglieder: 
Herr Dipl.-Med. Pfeifer, MDK Berlin-Brandenburg e.V.
Herr Dr. Pfeiler, MDK in Hessen
Frau Dr. Artmann, MDK Westfalen-Lippe

Ich zitiere in diesem Zusammenhang Aussagen zweier namhafter Wissenschaftler zu diesem Papier:

1. (Auszug aus einem Brief an eine Krankenkasse) "... Ich darf Sie bitten, dieses Schreiben zusammen mit dem Gutachten dem MDK vorzulegen, und ich mache vorsorglich darauf aufmerksam, dass der vom MDS herausgegebene Abschlussbericht der Projektgruppe P29b "Behandlungsmaßnahmen bei Transsexualität", den die MDKs neuerdings als Beurteilungsgrundlage benutzen, aus wissenschaftlicher Sicht das seit Jahren miserabelste Papier über Transsexualität ist, das in Medizinerkreisen kursiert. Das Papier strotzt von Ungenauigkeiten, Fehlern, falschen historischen Zuordnungen und klinisch unsinnigen Wertungen, ist außerdem in sich unkonsistent. ..."

2. (Auszug aus einer Mail an die dgti) "... schicke ich Ihnen die MDS-Leitlinien zu. Sie sind so menschenverachtend, dass sich die Gesellschaft für Sexualwissenschaft e.V., deren Vorsitzender ich bin, entschlossen hat, eine Stellungnahme zu erarbeiten. Besonders die Ausformulierungen zur Begutachtung und der Psychotherapie sind verheerend. ..."

Die dgti wird sich in Kürze ebenfalls dazu näher äußern. Ein "Schnellschuss" nützt jedoch nichts. Es ist der dgti bekannt, dass sich auch Mitarbeiter und externe Sachverständige, die in dieser Studie genannt sind, teilweise nur in der jeweiligen Literaturangabe, vom Ergebnis distanziert haben. Dazu zählen Wissenschaftler und Ärzte wie z.B. Prof. Gooren, Prof. Pfäfflin, Frau Dr. Speer, ... Der dgti ist bekannt, dass auch die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung e.V. eine sehr kritische Distanz zu diesem Papier hat.

Wer kontrolliert eigentlich den MDK/MDS? 
Wer kann uns vor solchen "Experten" bewahren?
Wer kann Mitarbeiter, die sich einem "Diktat" der Studie P29b nicht beugen wollen stützen?

In Zusammenarbeit mit dem MDK-Nordrhein wurde ein neues Informationspapier für Ärzte, Krankenkassen und Transgender entwickelt, das eine verbesserte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen für Transgender schaffen soll. Der Arbeitskreis "Transsexualität in NRW", dem Ärzte und Psychologen/Therapeuten sowie der MDK-Nordrhein, wie auch MDK-Westfalen-Lippe angehören, hat Herrn Dr. Pichlo aus Köln (MDK-Nordrhein), Herrn Dr. Behrends aus Düsseldorf, Helma Katrin Alter von der dgti und Alexander Regh von Transmann damit beauftragt. Seit 18. April liegt dieses Papier nun vor. Sobald ein kleiner, sachlich jedoch nicht unwesentlicher Fehler beseitigt ist, werden wir dieses Papier veröffentlichen.

Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch:

Probleme der sozialen Integration oder Verhinderung sozialer Instabilität von Transgendern
Transmännern, Transfrauen und Intersexuellen

Helma Katrin Alter

Notfall-Telefon: 0179 - 3748 990

(aber bitte nur im Notfall!)

dgti e.V.
Godorfer Hauptstr. 60
50997 Köln
Tel./Fax: 02236 - 839018
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Geschäftszeiten: Di. 19:00-22:00 h, Fr. 13:00-18:00 h

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