 |
|
 |
 |
 |
Aufgaben der
dgti
Global sind die Aufgaben der dgti in der Präambel der Satzung beschrieben:
Präambel
Die dgti
hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz von Transidenten innerhalb der
Gesellschaft zu fördern und deren Stigmatisierung entgegenzuwirken. Sie
soll Betroffene und Interessierte beraten und betreuen, sofern dies gewünscht
wird. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit sollte die (Re-)Integration von
Betroffenen in den Arbeitsprozeß sein, um so der Gefahr des sozialen Abstiegs
zu begegnen, der heutzutage noch mit dem sozialen Wechsel verbunden ist.
Sie tritt für mehr Offenheit der eigenen Identität gegenüber ein und trägt
der Vielfalt menschlichen Daseins Rechnung.
Daraus ergeben sich praktisch folgende konkrete Aufgaben:
1. Sammlung und Bündelung von Informationen aus den Bereichen
Recht, Medizin und Soziales
2. Hinweis auf bestehende Informations- und "Hilfsangebote",
Gruppen und Kontaktstellen (ohne Wertung)
3. Aufbau eines qualifizierten Beratungsangebotes, das flächendeckend
arbeiten kann
4. Hilfestellung beim Aufbau von Gruppen
5. Qualifizierung potentieller Helfer und Gruppenleiter
6. Unterstützung von Treffen und Tagungen, wenn dies gewünscht
wird
7. ...
Damit verbietet sich von selbst, dass die dgti
1. eigene Selbsthilfegruppen gründet
2. bestehende Selbsthilfe- und Betreuungsgruppen oder Einrichtungen
wertet
3. sich in Aufgaben und Probleme einmischt, die andere bereits qualifiziert
bearbeiten
4. Konkurenzangebote für Treffen oder Tagungen zu Themen erarbeitet,
die anderweitig angeboten werden.
Die nimmt für
sich in Anspruch eine Plattform zur Bildung einer Lobby
für Transgender zu sein. Die Polarisierung, auch durch
die Gesetzgebung verankert, auf männlich und weiblich, als ausschließliche
Form des Geschlechtes, hat zu viel Leid der betroffenen Menschen geführt.
Die Tatsache, dass sich Experten zur Verfügung gestellt haben dieses
Eindeutigkeitsprinzip zu unterstützen hat dieses Leid verstärkt.
Wir verstehen diese Feststellung nicht als einen Vorwurf an die Gesellschaft,
sondern als eine Einladung Gefühl und Denken, entgegen einer erzieherischen
und kulturellen Entwicklung, zuzulassen. Die Grenzen sind fließend,
Mann und Frau sind nur Eckpunkte eines breiten Spektrums der Schöpfung.
Zeugen- und gebärenkönnen sind biologische Funktionen, die nicht
zwingend mit der Geschlechtsidentität verknüpft sein müssen.
Wir betrachten es als eine Verarmung unserer Kultur, dass die "medizinische
Wissenschaft" Grenzen aufbaut, wo Staunen und Respekt vor den Leistungen
der Natur (oder Schöpfung) angebracht wären. Es geht nicht um
ein "3. Geschlecht", sondern um die Überwingung starrer
Geschlechtergrenzen. Keine Aktivität der dgti darf das Schamgefühl
des Individuums in Frage stellen. Wir verlangen aber, dass dies auch für
Transgender gilt.
In diesem Sinne arbeitet die dgti
auch politisch, ohne den einzelnen Menschen aus dem Auge zu verlieren.
zur Hauptseite
|
 |
 |