18 | 02 | 2018

Uncategorised

Aktuell:

"MÄDCHEN ODER JUNGE? Aufwachsen als Transgender-Kind"

So lautet der Titel einer 45 Minuten-Dokumentation, die für den WDR produziert wurde.

Mit Heike Zimmermann, eine unserer Elternberaterinnen.

Sendetermin: 27. Juli 2017 um 22:10 im WDR Fernsehen

Trailer - Vorschau


 

Erläuterungen zum dgti-Ergänzungsausweis


1. Muster zum Abgleich

Musterbild des Ergänzungsausweises zum Abgleich mit Ergänzungsausweisen z.B. in Polizeikontrollen:

        

 

 

 

 

 

 

Musterbild des alten Ergänzungsausweises zum Abgleich mit noch gültigen Ergänzungsausweisen mit altem Design z.B. in Polizeikontrollen:

2. Erläuterung

Deutsch:
Der dgti-Ergänzungsausweis ist ein vom Bundesministerium bestätigtes, zusätzliches Ausweisdokument. Die dgti ist lediglich herausgebende Stelle dieses Ausweises. Er ist ein Dokument zur Verhinderung von Diskriminierung von Amtswegen und erhöht dabei die Sensibilisierung staatlicher Organe im Umgang mit Trans*personen.

Der Ergänzungsausweis spiegelt das Geschlecht der benannten Person wieder. Die Angaben zur Person in dem vorliegenden Ergänzungsausweis sind zu respektieren. Die gewünschte Anrede der Person ist zu achten und ggf. zu erfragen.

Vor seiner Einführung wurde der dgti-Ergänzungsausweis dem Bundesministerium des Inneren vorgestellt. Beim Bundesministerium des Inneren bestanden keine Bedenken im Bezug auf die angefragten Punkte:

  1. Verwendung der Nummer des amtlichen Dokumentes, auf das er bezogen ist
  2. Verwendung des Ausweisformates

 

Dansk:

Det tyske forbundsministerium for indre anliggender har anerkendt dgtis suppleringslegitimationskort som officielt supplerende id. dgti fungerer blot som udstedende enhed. Suppleringslegitimationskortet er et officielt dokument til forebyggelse af diskrimination på embeds vegne og øger myndigheders bevidsthed i forbindelse med transpersoner. 

Suppleringslegitimationskortet dokumenterer indehaverens kønsidentitet. Personoplysningerne på legitimationskortet skal respekteres. Personens ønskede tiltaleform skal overholdes og bør givetvis adspørges.

English:
The dgti-supplemental ID is an additional ID, confirmed by the German Federal Ministry of the Interior. The dgti issues this ID. It is a document to prevent discrimination by authorities and can help to avoid uncertainty in security screening procedures with governmental bodies such as police, border patrol, TSA etc.

The supplemental ID expresses the gender of the person. The personal details in the supplemental ID as shown should be respected. The pronoun of the person should also be respected and be inquired of them, if necessary.

Español:

La identifiación complementaria de dgti es un identificación suplementaria a la cédula de Identidad Oficial del país alemán. Está confirmada por el ministro del Interior de la República Federal de Alemania. La Sociedad De transexuales de Alemania dgti usa y otorga este documento para prevenir Discriminaciones de Autoridades a Transexuales, ya sea en este País o en el Extranjero y puede ayudar a evitar la incertidumbre en los procedimientos de control de seguridad con organismos gubernamentales como la policía, la patrulla fronteriza, la TSA (Estados Unidos), etc.

El ID complementario expresa el género de la persona. Se deben respetar los datos personales en la identificación complementaria que se muestra. El pronombre de la persona también debe ser respetado y ser consultado al Portador del documento, si es necesario.

Francais:
La carte d'identification complémentaire délivrée par la dgti est agréée par le Ministère de l'Intérieurieur de la République fédérale d' Allemagne. La dgti se contente d'emettre cette carte d´identification complémentaire. Il s'agit d'un document visant á empêcher les discriminations de la part des autorités et á renforcer la sécurité juridique des institutions publiques concernant leur traitement des personnes transgenres.

La carte d'identification complémentaire reflète le genre de la personne titulaire. Les données relatives á la personne contenues dens cette carte d´identification complémentaire et doivent être respectées. Le genre choisi par la personne doit être respecté et le cas échéant, demandé. 

Norsk:

Det tyske innenriksdepartementet har godkjent dgtis legitimasjonskort som offisielt supplement til id-kort. Dgtis legitimasjonskort er et offsielt dokument som skal forebygge transpersoners diskriminering fra offentlige myndigheter, som f.eks. politiet og tollmyndighetene. Dgtis legitimasjonskortet stadfester innehaverens kjønnsidentitet. Personopplysningene på legitimasjonskortet skal respekteres og innehavere skal tiltales med kjønnspronomene de ønsker. Er det tvil, skal de spørres.

Russisch / росси́йский

Дополнительное удостоверение личности dgti является утвержденным со стороны Федерального министерства дополняющим документом, удостоверяющим личность. dgti выступает лишь в качестве организации, производящей выдачу данного удостоверения личности. Это документ, целью которого является предотвращение дискриминации в рамках взаимодействия с официальными инстанциями; помимо этого, его применение повышает осведомленность государственных органов в сфере обращения с транс*людьми. Дополнительное удостоверение личности отражает гендер соответствующего лица.

При этом подразумевается, что необходимо считаться с данными лица, указанными в дополнительном удостоверении личности; необходимо обращаться к человеку в соответствии с указанным желаемым обращением или, в случае необходимости, осведомиться, какое обращение является желаемым.

 

Juni 2017

Steter Tropfen höhlt den Stein – Initiativen im Bundesrat zum Transsexuellengesetz

Die dgti e.V. hat sich in vielen Gesprächen mit Politikern, mit der Unterstützung zahlreicher Vereine, Institutionen, Unternehmen und einer Stadt, die unsere Initiative, zur Bitte an die Bundesländer den Begutachtungszwang im TSG über den Bundesrat abzuschaffen, unterzeichnet haben, in den Köpfen der Politiker_innen bemerkbar gemacht. Dazu hatten wir alle Fraktionen der Regierungsparteien in den Bundesländern angeschrieben und zahlreiche Gespräche mit z.B. Fraktionsvorsitzenden und Mitgliedern der Landtage geführt. Die vollständige Liste der Unterzeichner kann hier eingesehen werden.

Am 12.5.2017 wurde das 1. Etappenziel erreicht und die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte im Bundesrat die Abschaffung des Begutachtungszwangs und ein neues Gesetz zur rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentität und Schutz der Selbstbestimmung bei der Geschlechterzuordnung gefordert.

Dem Entschließungsantrag 362/17 haben sich die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen angeschlossen und dies führte am 2.6.2017 zur Entschließung des Bundesrats.

In der Entschließung heißt es unter 6):

„… Dabei ist insbesondere die teure und unnötige Begutachtungspflicht vor einer Vornamens- beziehungsweise Personenstandsänderung sofort abzuschaffen und durch ein Verwaltungsverfahren zur Anerkennung der Geschlechtsidentität zu ersetzen.“

Damit ist jetzt der Bundestag gefordert tätig zu werden. Die Zeit dafür in der laufenden Legislaturperiode wird knapp.

Wie notwendig eine Neuregelung ist, lässt sich aus den vielfältigen Hürden erkennen, die einzelne Amtsgerichte immer wieder aufbauen und nicht durch die Rechtslage begründbar sind. So werden von einem Amtsgericht regelmäßig drei statt zwei Gutachten verlangt, ein anderes schaltet bei Personenstandsänderung für Jugendliche zusätzlich ein Familiengericht ein oder verlangt zusätzlich zum Bundespersonalausweis einen Nachweis der Staatsbürgerschaft.

Durch die Annahme des Selbstbestimmungsgesetzes der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DER GRÜNEN (Drucksache 18/12179 des Bundestages) könnten entscheidende Verbesserungen erzielt werden.

Daher werden wir nicht nachlassen durch Information und Aufklärung auch und gerade von Abgeordneten des Bundestags dazu beizutragen, dass das TSG durch ein dem Erkenntnisgewinn der vergangenen Jahrzehnte Rechnung tragendes Gesetz ersetzt wird.

Dabei darf jedoch auch die Gesundheitsversorgung transidenter und transsexueller Menschen nicht aus dem Fokus verloren werden. Nach wie vor entsteht viel Leid dadurch, dass Leistungen durch gesetzliche Krankenkassen nur über Einzelfallentscheidungen gewährt werden. Auch dies bedarf einer dringenden Neuregelung.

Wir fordern daher die MdB auf,

1) noch in dieser Legislaturperiode einer umfassenden gesetzlichen Neuregelung zur rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentität sowie dem Schutz der Selbstbestimmung bei der Geschlechtszuordnung in einem Verwaltungsverfahren zuzustimmen. 

2) und die Leistungen zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen gesetzlich so zu regeln, dass sie für alle Trans* Menschen frei zugänglich sind, analog wie im Sozialgesetzbuch V §23 (1) beschrieben.

 

 

März 2017

„Reformation für Alle* - Transidentität / Transsexualität und Kirche“

Was sich wie eine Mission Impossible, eine so gut wie unmögliche Fernreise in unbekannte Welten anhört, ist tatsächlich ein Blick in reale Lebens- und Glaubenswelten evangelischer Christ_innen und gelebte Akzeptanz.

Auch im 500. Jahr der Reformation erneuert sich die Evangelische Kirche in Deutschland. Eine neue Friedensethik nach 1945, die Ordination von Frauen in den 1960er Jahren, die Segnung und vielleicht auch Trauung gleichgeschlechtlicher Paare und jetzt die Themen geschlechtliche Identität und Vielfalt: Diese Reformation ist immer im Gange und beeinflusst auch das Denken aller anderen Menschen, unabhängig davon, ob sie evangelische Christ_innen sind oder nicht.

Lassen Sie sich von diesen neuen Wegen inspirieren und gehen Sie mit der Broschüre und unserem Social Spot auf Nahreise in Welten in Ihrer Nachbarschaft.

Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) e.V.
in Kooperation mit

Asta Dittes, Livia Prüll, Anne Scheschonk, Johanna Schmidt-Räntsch
Gerhard Schreiber, Petra Weitzel

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Die Broschüre ist auch hier online erhältlich (PDF, 4MB) und kann gedruckt über das Publikationsverzeichnis des www.bmfsfj.de bestellt werden