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Köln, 20. April 2002
Köln, 28. April 2002
Transgender
TransFrau - TransMann
Intersexuelle
(A) Zwei
Seminarangebote vom 13. - 20. Juli und vom 20. - 27. Juli 2002
in Matrei in Osttirol, südlich der Felbertauern in Richtung
Lienz
z.Z. noch freie Plätze - 2 im ersten Seminar - 3 im zweiten Seminar
"Das miteinander Leben können und wollen ist ausdrücklicher
Bestandteil der Seminare."
Durch ein privates Sponsorangebot hat die dgti die Möglichkeit in
der besten Urlaubszeit, in einem Appartementhotel der Spitzenklasse, in
malerischer Bergwelt (südlich des Großglockner) zwei Seminare
für je 6 Teilnehmer anzubieten.
Vorgesehen ist die Verbindung von Urlaub, Gedankenaustausch und Lernen
(Selbsterfahrung, Wahrnehmungstraining, Beratungstraining und Moderation).
Pro Woche können 6 Personen an dieser "Schulung" teilnehmen.
Leitung: Helma Katrin Alter
Näheres findet Ihr hier.
(B) wichtige
neue Inhalte
1. Es wurden die ersten Leitsätze zu Grundsatzurteilen eingestellt
- Thema Kostenübernahme und Entscheidungen zum TSG
2. Unter medizinisches ist ein wichtiger Hinweis zur Laser-Epilation zu
finden. Die Bundesärztekammer hat die Laser-Epilation in die Kostenordnung
mit aufgenommen. Es kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass die
Nadelepilation die einzige wirkungsvolle Haarentfernungsmethode ist.
(C)
In eigener Sache
Am 14. April 2002 hat in Köln eine Arbeitssitzung der dgti stattgefunden,
die u.a. für eine bessere Effektivität unserer Arbeit sorgen
sollte. Für die Besucher unserer Seiten wird dies auch Auswirkungen
haben.
1. Neu eingeführt wird die Rubrik "Religion und Ethik",
die speziell von Patricia betreut wird. Vor allem wollen wir aber auch
Beiträge von Lesern einstellen.
2. Die Arbeitsgruppe "Selbständige, Beamte und Angestellte
in leitender Funktion" hat eine neue Moderastion und zieht um.
Es wird sich auch die Präsentation der Gruppe im Internet ändern.
3. Ulrike aus Essen, die bisher diese Gruppe betreute, wird ihre Arbeit
auf die Beratungsstelle NRW-Ost konzentrieren. Weiterhin gilt natürlich,
dass sich jeder Hilfe- und Ratsuchende an jede Landesgeschäfts-
und Beratungsstelle wenden kann.
4. Eine Überprüfung der SHG-Kontakte, die der dgti gemeldet
waren, hat einen Rücklauf "nicht zustellbar" von über
20% ergeben. Wir werden dies auf der SHG-Seite vermerken, und wenn innerhalb
eines Jahres keine neuen Informationen kommen, werden diese Gruppen
bei uns nicht mehr veröffentlicht. Grundsätzlich werden alle
Gruppen, die sich nicht bis zum Dezember eines Jahres bei uns rückgemeldet
haben im folgenden Jahr mit einem Fragezeichen versehen und 12 Monate
später von der Veröffentlichung gelöscht.
5. Mittelfristig wird die Seite der dgti, nun durch eine Betreuung außerhalb
der Bundesgeschäftsstelle, effektiver gestalltet werden.
(D)
Institutionalisierte Gewalt - hier speziell durch MDS/MDK
(und Reaktion des MDK-Nordrhein darauf)
In den letzten 12 Monaten stellten nicht nur wir fest, dass es mit der
Behandlung von Transgendern, den Kostenübernahmen, aber auch den
Gerichtsverfahren verstärkt Probleme gibt. Dabei tauchte immer wieder
der Begriff MDS auf.
Am 23. April 2001 wurde der Abschlussbericht der Projektgruppe P 29 b,
"Behandlungsmaßnahmen bei Transsexualität", fertig
gestellt und gezielt verteilt. Da im Impressum keine Bezugsquellen angegeben
sind, kein Auftraggeber und auch keine Zielrichtung für wen oder
was diese Studie sein soll, hat sie praktisch den Stellenwert eines "Geheimpapiers".
Der dgti liegt seit einigen Tagen die vollständige Studie vor (106
Seiten, die es sich eigentlich nicht lohnt zu drucken).
Projektgruppenleitung: Frau Dr. Bauer, MDS
Projektgruppenmitglieder:
Herr Dipl.-Med. Pfeifer, MDK Berlin-Brandenburg e.V.
Herr Dr. Pfeiler, MDK in Hessen
Frau Dr. Artmann, MDK Westfalen-Lippe
Ich zitiere in diesem Zusammenhang Aussagen zweier namhafter Wissenschaftler
zu diesem Papier:
1. (Auszug aus einem Brief an eine Krankenkasse) "... Ich darf
Sie bitten, dieses Schreiben zusammen mit dem Gutachten dem MDK vorzulegen,
und ich mache vorsorglich darauf aufmerksam, dass der vom MDS herausgegebene
Abschlussbericht der Projektgruppe P29b "Behandlungsmaßnahmen
bei Transsexualität", den die MDKs neuerdings als Beurteilungsgrundlage
benutzen, aus wissenschaftlicher Sicht das seit Jahren miserabelste
Papier über Transsexualität ist, das in Medizinerkreisen kursiert.
Das Papier strotzt von Ungenauigkeiten, Fehlern, falschen historischen
Zuordnungen und klinisch unsinnigen Wertungen, ist außerdem in
sich unkonsistent. ..."
2. (Auszug aus einer Mail an die dgti) "... schicke ich Ihnen die
MDS-Leitlinien zu. Sie sind so menschenverachtend, dass sich die Gesellschaft
für Sexualwissenschaft e.V., deren Vorsitzender ich bin, entschlossen
hat, eine Stellungnahme zu erarbeiten. Besonders die Ausformulierungen
zur Begutachtung und der Psychotherapie sind verheerend. ..."
Die dgti wird sich in Kürze ebenfalls dazu näher äußern.
Ein "Schnellschuss" nützt jedoch nichts. Es ist der dgti
bekannt, dass sich auch Mitarbeiter und externe Sachverständige,
die in dieser Studie genannt sind, teilweise nur in der jeweiligen Literaturangabe,
vom Ergebnis distanziert haben. Dazu zählen Wissenschaftler und Ärzte
wie z.B. Prof. Gooren, Prof. Pfäfflin, Frau Dr. Speer, ... Der dgti
ist bekannt, dass auch die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung
e.V. eine sehr kritische Distanz zu diesem Papier hat.
Wer kontrolliert eigentlich den MDK/MDS?
Wer kann uns vor solchen "Experten" bewahren?
Wer kann Mitarbeiter, die sich einem "Diktat" der Studie P29b
nicht beugen wollen stützen?
In Zusammenarbeit mit dem MDK-Nordrhein wurde
ein neues Informationspapier für Ärzte, Krankenkassen und Transgender
entwickelt, das eine verbesserte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen
für Transgender schaffen soll. Der Arbeitskreis "Transsexualität
in NRW", dem Ärzte und Psychologen/Therapeuten sowie der MDK-Nordrhein,
wie auch MDK-Westfalen-Lippe angehören, hat Herrn Dr. Pichlo aus
Köln (MDK-Nordrhein), Herrn Dr. Behrends aus Düsseldorf, Helma
Katrin Alter von der dgti und Alexander Regh von Transmann damit beauftragt.
Seit 18. April liegt dieses Papier nun vor. Sobald ein kleiner, sachlich
jedoch nicht unwesentlicher Fehler beseitigt ist, werden wir dieses Papier
veröffentlichen.
Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch:
Probleme der sozialen Integration
oder Verhinderung sozialer Instabilität von Transgendern
Transmännern, Transfrauen und Intersexuellen
Helma Katrin Alter
Notfall-Telefon: 0179
- 3748 990 ( aber bitte nur im Notfall!)
dgti e.V.
Godorfer Hauptstr. 60
50997 Köln
Tel./Fax: 02236 - 839018
mail to katrin@dgti.org
Geschäftszeiten: Di. 19:00-22:00 h, Fr. 13:00-18:00 h
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