22 | 11 | 2017

Die dgti

Hier finden Sie eine alphabetische Übersicht über alle in diesem Bereich enthaltenen Artikel.

Der neue Ergänzungsausweis der dgti


 

1. Wozu überhaupt ein Ergänzungsausweis?

2. Auf welcher Grundlage wird er ausgegeben?

3. Wie sieht er aus? Welche Angaben enthält er?

4. Wie lange ist der Ergänzungsausweis gültig?

5. Wie kann ich ihn bekommen?

6. Erfahrungsberichte über die Verwendung

7. Wird der Eränzungsausweis bei einer Polizeikontrolle anerkannt?

Erläuterungen zum Ergänzungsausweis 


1. Wozu überhaupt ein Ergänzungsausweis?

Häufig werden im Alltag Papiere benötigt, die eine Person eindeutig ausweisen (Ämter, Banken, Versicherungen, Krankenhäuser, Flughafen, Verkehrskontrolle, Urlaub im Ausland, Schulen / Universitäten / Arbeitsplatz, Post, usw.).

Bei Trans*personen stimmen jedoch die Personalpapiere meist nicht mit der eigenen geschlechtlichen Verortung überein, solange die Namen- und/oder Personenstandsänderung (ein langwieriger und belastender Prozess, der deswegen auch nicht von allen angegangen wird) noch nicht erreicht ist - und selbst dann stimmen die Papiere manchmal nicht überein, weil es in Deutschland bisher nur möglich ist, die Geschlechter "männlich" oder "weiblich" eintragen zu lassen. Ähnlich kann dies auch beim äußeren Erscheinungsbild der Fall sein, das von Außenstehenden oft falsch gedeutet wird. Das führt sehr häufig zu unangenehmen, belastenden und erniedrigenden Fragen oder sogar gefährlichen Situationen.

Wir haben einen Weg gefunden, diesem Zustand zum Teil Abhilfe zu schaffen. Der dgti-Ergänzungsausweis enthält alle selbstgewählten personenbezogenen Daten, sowie ein aktuelles Passfoto, so dass keine Diskrepanz zwischen den Papieren und der Person bestehen bleibt. Seine Dreisprachigkeit in Deutsch, Französisch und Englisch ermöglicht die Verwendung auf Reisen ins Ausland.

Derzeit ist dieser Ergänzungsausweis die einzige standardisierte Form eines Ausweispapiers, das der besonderen Situation betroffener Menschen Rechnung trägt und dabei versucht, keine Segregation innerhalb von Trans*verordnungen vorzunehmen.

Die Erfahrungsberichte zum Ergänzungsausweis zeigen sich positiv. Es entfällt der übliche Erklärungsbedar mit den weit verbreiteten Irritationen. Ein QR-Code auf dem Ausweis, der zu einem Text auf der dgti-Website führt, sorgt dafür, dass Behörden und andere Institutionen über die Funktion des Ergänzungsausweises aufgeklärt werden, und erhöht damit die Praktikabilität. Je nach Bedarf kann der besagte Text auch ausgedruckt und mitgenommen werden. Der dgti-Ergänzungsausweis ist allen Innenministerien der Länder, dem Bundesministerium des Inneren, sowie verschiedenen anderen Behörden, Ministerien sowie verschiedenen Organisationen und Gesellschaften in Deutschland bekannt. Unter welchen Voraussetzungen der Ausweis zu erhalten ist, ist den weiteren Ausführungen zu entnehmen.

 


2. Auf welcher Grundlage wird er ausgegeben?

Vor der Einführung wurde der dgti-Ergänzungsausweis dem Bundesinnenministerium des Inneren vorgestellt. Beim Bundesministerium des Inneren bestanden keine Bedenken in Bezug auf die angefragten Punkte:

  1. Verwendung der Nummer des amtlichen Dokumentes, auf das er bezogen ist
     
  2. Verwendung des Ausweisformates
     
  3. Erreichen der Fälschungssicherheit

Wichtigste Grundlage des Ausweises ist die Umsetzung der Forderung des Europäischen Parlamentes, mitgeteilt in der 11. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, und dort speziell der Punkt 9. (http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/11/053/1105330.pdf) Da seither keine Deutsche Bundesregierung diese Forderung aufgriff, geschweige denn versucht hätte, sie umzusetzen, hat sich der dgti e.V. entschlossen dies zu tun. Das Bundesinnenministerium (BMI) bestätigte uns schriftlich, dass wir uns damit ausdrücklich auf dem Boden geltenden Rechtes befinden (Siehe Schreiben des BMI vom 22.12.2016). Die dgti ist lediglich die herausgebende Stelle dieses Ausweises. Dieser ist ein Dokument zur Verhinderung der Diskriminierung von Amtswegen und erhöht dabei auch die Sensibilisierung staatlicher Organe im Umgang mit Trans*personen. Er unterstützt den nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2 BVR 1833/95 gültigen Anspruch auf Anrede im bewussten und erklärten Geschlecht sowie selbstgewählten Vornamen in der Kommunikation mit staatlichen Organen.  


3. Wie sieht er aus? Welche Angaben enthält er?

 

 

Vorderseite
 
Name, Pronomen und Geschlechtseintrag
Der dgti-Ergänzungsausweis enthält die Rubrik "Name", wobei der selbstgewählte Name eingetragen wird. Dieser kann ggf. auch Sonderzeichen wie z.B. * oder _ enthalten. Der Name kann auch Platzgründen höchstens 24 Zeichen betragen.

Auch erhält der dgti-Ergänzungsausweis die Rubrik "Pronomen", um Außenstehende darauf hinzuweisen, welches Pronomen sie für die Person verwenden sollen oder ob diese nicht mit einem Pronomen angesprochen werden möchte oder mit ihrem Namen (z.B. bei Polizeikontrollen). Es ist auch möglich nichts einzutragen, dann wird das Feld auf dem Ausweis mit einem / gekennzeichnet. Das Pronomen darf aus Platzgründen höchsten 17 Zeichen betragen.

Die Geschlechtsangabe auf dem Ergänzungsausweis kann, muss aber nicht ausgefüllt werden. Bei Nicht-Ausfüllen wird auch hier ein / eingetragen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass besonders bei Reisen aber Probleme bei unbekannten Geschlechtern auftauchen können. Unsere Empfehlung geht daher in die Richtung ein x als Geschlecht eintragen zu lassen, wenn weder ein männliches noch ein weibliches Geschlecht eingetragen werden sollen, da das x auch von Computern am Flughafen usw. meist verarbeitet werden kann. Es steht den Antragstellenden trotzdem frei eine andere Angabe zu machen. Die Angabe darf aus Platzgründen höchstens 24 Zeichen betragen.

Weitere Daten
Der Ausweis enthält auch ein Passfoto und die Nummer des amtlichen Ausweises zur Verknüpfung mit diesem. Auch das Gültigkeitsdatum des dgti-Ergänzungsausweises ist inbegriffen.

 

Rückseite
 
QR-Code und Textfeld
Der QR-Code, der sich auf der Rückseite des Ausweises befindet, verweist auf einen Informationstext auf der dgti-Website, worin für Behörden und andere Institutionen erklärende Hinweise zum Ergänzungsausweis zu finden sind. So können Menschen, denen eine solche Thematik zum ersten Mal begegnet, sich informieren. Beispielsweise können Polizist*innen sich bei einer Kontrolle darüber informieren, dass der Ergänzungsausweis ein vom Bundesministerium des Inneren bestätigtes Dokument ist. In einem Textfeld ist dreisprachig aufgeführt, dass die Angaben auf dem Ergänzungsausweis geachtet, so wie das gewählte Pronomen respektiert werden sollen.

 


4. Wie lange ist der Ergänzungsausweis gültig?

Die Gültigkeit der Ergänzungsausweises ist nur von der Gültigkeit des Ausweisdokuments, auf das er sich durch die Ausweisnummer bezieht, abhängig. Wird der amtliche Ausweis (z.B. Personalausweis) ungültig und muss ersetzt werden, so wird auch der Ergänzungsausweis ungültig.

 


5. Wie kann ich ihn bekommen?

Der Ergänzungsausweis kann per Brief bei der dgti beantragt werden. Dafür müssen folgende Dokumente gemeinsam eingeschickt werden:

  1. Ausgefülltes Antragsformular (siehe unten)
  2. Aktuelles Passbild in amtlicher Größe, das nicht biometrisch sein muss (Bitte nicht mit Büroklammer anstecken oder aufkleben und auch ausweichende Qualität achten. KEINE eigenen Ausdrucke mit Tintenstrahldrucker!)
  3. Den Betrag in Höhe von 19,50 Euro habe ich überwiesen an:
    dgti e.V.
    IBAN: DE11 6649 0000 0013 0776 06
    BIC: GENODE61OG1
    Volksbank Offenburg
  4. Kopie des Einzahlungsbeleges für die 19,50 Euro Bearbeitungsgebühr
  5. Bitte alles Angegebene in einen gut lesbar adressierten und ausreichend frankierten Briefumschlag stecken und an die für Ihren Postleitzahlenbereich zuständige Stelle als einfachen Brief schicken. Einschreiben sowie Bargeld können nicht angenommen werden. Welche Stelle für Ihren Postleitzahlenbereich zuständig ist, entnehmen Sie bitte der dgti-Website.

Bitte beachten Sie, dass für Ihren Postleitzahlenbereich eine bestimmte Stelle mit der Ausstellung des Ausweises beauftragt ist und senden Sie den Antrag NUR AN DIESE Stelle!

Welche Stelle für Ihren Postleitzahlenbereich zuständig ist wird im folgenden Abschnitt aufgeführt. Achten Sie auch auf die Korrektheit der angegebenen Daten. Ein zweiter Antrag wegen fehlender oder unrichtiger Daten kostet Sie Zeit und Geld!

Die dgti e.V. haftet weder für meine Angaben und/oder für daraus resultierende Folgen, noch für die Kosten der Ausstellung eines neuen Ergänzungsausweises. Mit der Beantragung des dgti-Ergänzungsausweises verpflichtet sich die antragsteilende Person dazu, den Ergänzungsausweis nicht zur Verschleierung von Straftaten oder als Instrument zur Begehung dieser oder für andere Gründe die den Werten des dgti e.V. nicht entsprechen zu nutzen.

Hiermit erkläre ich mein Einverständnis, dass meine personenbezogenen Daten im Rahmen des Herstellungsprozesses durch die dgti e.V. an die mit der Herstellung und den Vertrieb bedachten Auftragnehmer_innen weitergegeben werden. Es werden nur jene Daten weitergegeben, die für die jeweilige Beauftragung notwendig sind. Auf Auftragnehmer_innen haben sich gegenüber der dgti e.V. zur Verschwiegenheit und Einhaltung des Datenschutzes nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verpflichtet. Die personenbezogenen Daten werden nach der Auftragsbearbeitung anonymisiert für statistische Zwecke gespeichert. Folgende Daten werden gespeichert: Geburtsjahr, Monat und Jahr des Antrages, erste 3 Ziffern der Postleitzahl, Geschlecht, Pronomen. Alle darüber hinausgehenden Daten werden gelöscht, sofern sie nicht für Zwecke der allgemeinen Verwaltung durch gesetzliche Vorschriften gespeichert bleiben müssen.

Die dgti e.V. ist nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zum Schutz der personenbezogenen Daten verpflichtet und wird diese nicht an Dritte weitergeben.

Der Hersteller der Karten ist ein offiziell anerkanntes Kommunikationsunternehmen laut §6 Abs. 3 Bundesnetzagentur. Der Hersteller garantiert für die Sicherheit der an ihn übertragenen Daten. Die an ihn übertragenen Daten werden nach der Auftragsbearbeitung vernichtet. 

Für Antragsteller*innen,
die im Postleitzahlbereich
1.... oder im Ausland wohnen:
Für Antragsteller*innen,
die im Postleitzahlbereich
0...., 2.... oder 3.... wohnen:

dgti e.V. Rhein-Main
Postfach 1605
55006 Mainz

Kontakt:
Mail: 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

dgti e.V.
c/o Anne-Mette Gerdsen
Bahnhofstraße 1
24977 Ringsberg

Kontakt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

Für Antragsteller*innen,
die im Postleitzahlbereich
4...., 5.... oder 6.... wohnen:
Für Antragsteller*innen, die im Postleitzahlbereich
7...., 
8.... oder 9.... wohnen:

dgti e.V. Rhein-Main
Postfach 1605
55006 Mainz

Kontakt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

dgti e.V. Bayern
c/o Liisa Seefried
Schulstraße 25
90616 Neuhof/Zenn

Kontakt:
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Antragsformular hier herunterladen

 
Die Bearbeitungsdauer beträgt ca. 3-4 Wochen. Bitte sehen Sie von Anfragen bezüglich der Bearbeitungsdauer ab. Diese beschleunigen die Bearbeitungsdauer keinesfalls. Die Bearbeitung erfolgt streng in der Reihenfolge des Eingangs der Anträge und wird von ehrenamtlichen Mitgliedern des dgti e.V. durchgeführt.
 
Antragsformular Download
 
Die passenden Antragsformulare finden Sie zum Herunterladen bei den Kontaktdaten zu Ihrem Postleitzahlengebiet.

ES KANN KEINE BEARBEITUNG STATTFINDEN, WENN NICHT ALLE PUNKTE VOLLSTÄNDIG ERFÜLLT SIND BZW. WENN TEILE DER DOKUMENTE NICHT ODER NICHT VOLLSTÄNDIG LESBAR SIND.
 
Ausstellung des Ergänzungsausweises in besonderen Fällen
 
In besonderen Fällen, in denen z.B. kein amtlicher Ausweis vorhanden ist, kann der Ergänzungsausweis, in Absprache mit der für den Postleitzahlenbereich zuständigen Stelle, ausgestellt werden. Besondere Fälle sind...
 
  1. ... wenn ein Kind noch keinen Personalausweis hat
  2. ... wenn ein Aufenthaltstitel, wie hier beschrieben, vorliegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltstitel
  3. ... wenn eine Aufenthaltsgestattung, wie hier beschrieben, vorliegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltsgestattung
  4. ... wenn eine Duldung, wie hier beschrieben, vorliegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Duldung_(Aufenthaltsrecht)
  5. ... wenn andere Fälle vorliegen kontaktieren Sie die für ihren Postleitzahlenbereich zuständige Stelle für Fragen

Häufige Fehlerquellen

Leider kommt es trotz dieser Hinweise immer wieder vor, dass...

... Wunschname/selbstgewählte Namen nicht deutlich genug angegeben wird

... das beigefügte Bild nicht den Normen oder der Qualität eines Passbildes entspricht (eigene Ausdrucke mit Tintenstrahldrucker genügen nicht)

... die Angabe der Personalausweisnummer bzw. amtlichen Ausweisdokumentes fehlt.

... die Angabe des Gültigkeitsdatums des Personalausweises bzw. amtlichen Ausweisdokumentes fehlt

... die angegebene Adresse nicht mit der Versandanschrift übereinstimmt und der Ausweis so an eine falsche Adresse verschickt wird

... die Angaben auf dem Antragsformular schlecht oder nicht lesbar sind

... die Gültigkeit des Personalausweises bzw. amtlichen Ausweisdokumentes abgelaufen ist oder kurz vor dem Ablauf steht

... das Antragsformular nicht unterschrieben wurde

 

Bitte helfen Sie dabei, Verzögerungen bei der Ausstellung der Ausweise zu vermeiden, indem Sie die Vorgaben beachten.

Die Speicherung der personenbezogenen Daten unterliegt den gleichen Vorschriften, die für die Ausstellung von Pässen und Personalausweisen gelten. Auskünfte erhalten nur Ermittlungsbehörden und Gerichte, um Fälle des Missbrauchs oder der Fälschung von Ausweisen aufzuklären. Entsprechend der Forderungen des Europaparlamentes zum Schutz von Transpersonen von 1998 welche bisher nicht umgesetzt worden sind, kann der Ausweis auch an Bürger*innen der EU ausgestellt werden, die sich zeitweise oder überwiegend in der BRD aufhalten (unabhängig vom derzeitigen Wohnsitz).

6. Erfahrungsberichte über die Verwendung

Erfahrungsberichte über den Ergänzungsausweis


7. Wird der Ergänzungsausweis bei einer Polizeikontrolle anerkannt?

Wir können selbstverständlich nicht dafür bürgen, dass jede Polizeistreife vom Ergänzungsausweis gehört hat, der Ergänzungsausweis wurde dem Bundesinnenministerium und anderen Behörden jedoch vorgestellt. In der polizeiinternen Zeitschrift "Streife - Das Magazin der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen" wurde er in der Ausgabe 05 2016 auf Seite 12 nochmals vorgestellt. Hier können Sie den Artikel online einsehen: 

https://polizei.nrw/sites/default/files/2016-11/Streife_%233_04_05_16.pdf

 

 

Stand 1. August 2015

 


Präambel


Die dgti hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz von Transgendern innerhalb der Gesellschaft zu fördern und deren Stigmatisierung entgegenzuwirken. Sie soll Betroffene und Interessierte beraten und betreuen, sofern dies gewünscht wird. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit sollte die (Re-)Integration von Betroffenen in den Arbeitsprozess sein, um so der Gefahr des sozialen Abstiegs zu begegnen, der heutzutage noch mit dem sozialen Wechsel verbunden ist. Sie tritt für mehr  Offenheit der eigenen Identität gegenüber ein und trägt der Vielfalt menschlichen Daseins Rechnung.


§ 1 Name und Sitz des Vereins

1.1
Der Verein führt den Namen „dgti - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.".

1.2
Der Verein hat seinen Sitz in Köln.

1.3
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2 Zweck des Vereins

2.1
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. SeineAufgabenfelder betreffen vor allem Gesundheit, Arbeit und Soziales im Bereich Transgenderund Intersexualität und die Förderung der Bildung. Er ist selbstlos und nicht in erster Linieeigenwirtschaftlich tätig.

2.2
Die Aufgaben des Vereins haben folgende Schwerpunkte:

2.2.1
die Unterstützung von einzelnen Betroffenen und Angehörigen in Fragen der Transidentität, Transsexualität, Intersexualität und Geschlechtsvarianz durch die Weitergabe von langjährigen Erfahrungen von Betroffenen, um dadurch einen Beitrag zur Integration oder Reintegration Betroffener in das gesellschaftliche Leben zu leisten.

2.2.2
eine Interessenwahrung und kostenlose Beratung von Betroffenen bei Ärzten und Behörden, jedoch keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsberatungsgesetzes.

2.2.3
die Informationsbeschaffung und Informationsbereitstellung zum Thema Transidentität und Intersexualität. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Sachinformationen und Aufklärung verbessert er die Basis für ein selbstbestimmtes Leben von transidenten und intersexuellen Menschen. In diesem Sinne arbeitet der Verein gesellschaftspolitisch aber parteipolitisch unabhängig und neutral.

2.2.4
der Unterhalt von psychosozialen Beratungs- und Betreuungsstellen. Diese stehen allen Ratsuchenden kostenlos zur Verfügung. Die Leistungen der Beratungsstellen sind von einer Mitgliedschaft unabhängig.

2.2.5
die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und anderen Betreuungsvereinen, die sich dem gleichen Themenschwerpunkten widmen. Er entwickelt und fördert Projekte zur Aus- und Weiterbildung von ehrenamtlichen und professionellen Helfern. Im Bedarfsfall entwickelt er entsprechende Curriculae und bietet selbst Seminare, Workshops und Kongresse an.

2.2.6
eine Öffentlichkeitsarbeit durch Vermittlung von Sachinformationen und Aufklärung in Medien wie Zeitung, Rundfunk, Fernsehen und Internet sowie durch fachliche Vorträge in Schulen, Kindergärten und sonstigen Institutionen zum Thema "Transidentität, Transsexualismus, Intersexualität und Geschlechtsvarianz" durch sachkundige, pädagogisch geschulte Mitarbeiter.

2.2.7
eine Anlaufstelle zu sein für Allgemeinärzte, Fachärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, die noch nie mit der Thematik zu tun hatten, aber Aufgrund eines Patientenkontakts oder im Zuge einer Erweiterung ihres Behandlungsspektrums an der Thematik interessiert sind und erwägen, in ein neues Gebiet einzusteigen und eventuell auch einmal als Gutachter tätig werden möchten. Unsere Mitarbeiter haben nicht zwingend eine medizinische Ausbildung, aber sie können grundlegende Informationen geben und vor allem Kontakte zu bereits erfahrenen Kollegen vermitteln.

2.2.8
sich bei Diskussionen in anderen Organisationen oder politischen Parteien im Bereich des satzungsgemäßen Vereinszwecks fachlich einzubringen und dabei auf eine adäquate Interessenvertretung der Betroffenen und Angehörigen hinzuwirken.


§ 3 Vereinsvermögen

3.1
Am Vereinsvermögen haben die Mitglieder keinen Anteil.

3.2
Der Verein ist selbstlos tätig. Die Vereinsmittel dürfen ausschließlich für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

3.3
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Alle Tätigkeiten im Verein sind Ehrenämter. Entschädigungen für tatsächlichen Aufwand können gewährt werden.

3.4
Im Fall der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt sein Vermögen an den gemeinnützigen Verein Trans-Ident e.V., eingetragen im Vereinsregister Ansbach VR 200516, Steuernummer 203/111/64733, der es ausschließlich und unmittelbar für steuerbegünstigte Zwecke zu verwenden hat.


§ 4 Mitgliedschaften

4.1 Mitgliedschaft

Mitglied kann jede rechtsfähige natürliche Person werden, die sich zur aktiven Unterstützung der Ziele der dgti verpflichtet. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet die Mitgliederversammlung. Der Vorstand kann Mitglieder auf Probe aufnehmen, über die endgültige Mitgliedschaft entscheidet die nächste Mitgliederversammlung. Die Aufnahmebestätigung erfolgt schriftlich. Ein Rechtsanspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht.

4.1.1
Der Verein kann für jedes Mitglied eine Aufnahmegebühr und einen jährlichen Mitgliedsbeitrag dessen Höhe nach Einkommen gestaffelt sein soll im Rahmen einer Beitragsordnung durch die Mitgliederversammlung festlegen. Die Mitgliederversammlung legt ebenso ein jährliches Stundensoll für die aktive Arbeit zur Unterstützung der Ziele des Vereins fest.

4.1.2
Die Mitgliedschaft ist an die aktive Unterstützung der Arbeit des Vereins gekoppelt. Ein Mitglied, welches in zwei aufeinander folgenden Jahren das Stundensoll, welches von der Mitgliederversammlung festgelegt wurde, unterschreitet, verliert seine Mitgliedschaft, welche dann in eine Fördermitgliedschaft übergeht.

4.1.3
Jedes Mitglied dokumentiert Art und Umfang seiner Arbeit für den Verein und legt diese Dokumentation dem Vorstand vor.

4.2 Gruppenmitglieder

Gruppenmitglied kann jede rechtsfähige juristische Person werden, die die Arbeit der dgti aktiv unterstützen will. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet die Mitgliederversammlung. Der Vorstand kann Gruppenmitglieder auf Probe aufnehmen, über die endgültige Gruppenmitgliedschaft entscheidet die nächste Mitgliederversammlung. Die Aufnahmebestätigung erfolgt schriftlich. Ein Rechtsanspruch auf Gruppenmitgliedschaft besteht nicht.

4.2.1
Der Verein kann für jedes Gruppenmitglied eine Aufnahmegebühr und einen jährlichen Mitgliedsbeitrag im Rahmen einer Beitragsordnung durch die Mitgliederversammlung festlegen. Hierbei soll er zwischen gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen juristischen Personen unterschieden werden.

4.3 Fördermitglieder

Jede juristische oder natürliche Person, die die Arbeit der dgti finanziell unterstützen möchte, kann Fördermitglied werden. Die Fördermitgliedschaft beginnt mit der Zahlung des ersten Mindestjahresbeitrages und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn diese nicht mindestens drei Monate vor Ende eines Mitgliedsjahres gekündigt wird. Bei Änderung des Mindestbeitrages für Fördermitglieder besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht.

4.3.1
Der Mindestbeitrag für Fördermitglieder wird durch die Mitgliederversammlung im Rahmen einer Beitragsordnung festgelegt.

4.3.2
Jedes Fördermitglied hat Anspruch auf einen jährlichen Rechenschafts- und Geschäftsbericht des Vorstandes.

4.3.3
Die dgti kann für Fördermitglieder Vergünstigungen bei Dienstleistungen des Vereins anbieten.

4.4. Ehrenmitglieder

Natürlichen Personen die sich um die Ziele des Vereins besonders verdient gemacht haben, können auf Vorschlag des Vorstandes durch Beschluss der Mitgliederversammlung eine Ehrenmitgliedschaft angeboten bekommen. Sobald sie dieses Angebot annehmen, beginnt die Ehrenmitgliedschaft. Ehrenmitglieder sind in ihren Rechten und Pflichten den Vertretern der Gruppenmitglieder gleich gestellt. Die Ehrenmitgliedschaft ist beitragsfrei.


§ 5 Ende von Mitgliedschaften

5.1 Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Streichung, Ausschluss, Erlöschen oder Tod. allen Fällen enden damit die übernommenen Wahlämter.

5.1.1
Die Mitgliedschaft endet zum 31.12. des laufenden Kalenderjahres, wenn der Austritt durch schriftliche Erklärung dem Vorstand bis zum 31.10. d. l. J. mitgeteilt wurde (es gilt der Poststempel der Absendung).

5.1.2
Die Mitgliedschaft endet durch Streichung, wenn trotz zweimaliger Mahnung die Mitgliedsbeiträge nicht entrichtet wurden. Die zweite Mahnung muss per Einschreiben mit Rückschein erfolgt sein. Nach Verstreichen einer Erklärungsfrist von drei Monaten endet die Mitgliedschaft automatisch.

5.1.3
Die Mitgliedschaft endet ebenfalls durch Streichung, wenn das Mitglied trotz zweimaliger Mahnung den in §4.1.2 verlangten Nachweis über die geleistete Arbeit für zwei aufeinanderfolgende Geschäftsjahre nicht vorlegt oder dieser nicht den erforderlichen Umfang (Stundensoll) belegt. Die zweite Mahnung muss per Einschreiben mit Rückschein erfolgt sein. Nach Verstreichen einer Erklärungsfrist von drei Monaten endet die Mitgliedschaft automatisch und geht in eine Fördermitgliedschaft über.

5.1.4
Die Mitgliedschaft endet durch Ausschluss, wenn ein Mitglied gegen die Ziele des Vereins, die im §2 "Zweck des Vereins" festgeschrieben sind, in erheblichem Maß verstößt und diese Verstöße trotz schriftlicher Abmahnung durch den Vorstand nicht unterlässt. Die Abmahnung muss unter Darlegung der Gründe und Offenlegung der Beweise schriftlich per Einschreiben mit Rückschein durch den Vorstand erfolgen. Der Vorstand kann nach erfolgloser Abmahnung unter Darlegung der Gründe und Offenbarung der Beweise eine Mitgliedschaft bis zur nächsten Mitgliederversammlung ruhen lassen. Hierüber ist das Mitglied schriftlich per Einschreiben mit Rückschein zu informieren. In diesem Fall muss die nächste Mitgliederversammlung über den Ausschluss entscheiden. Für den Ausschluss ist eine 2/3-Mehrheit der Mitgliederversammlung erforderlich. Dem vom Ausschluss bedrohten Mitglied sind bis zur Entscheidung alle Aktivitäten für und im Namen des Vereins verboten.

5.1.5
Wurde eine Mitgliedschaft durch den Vorstand für ruhend erklärt und ein Ausschluss durch die Mitgliederversammlung fand nicht statt, so ist der Status ruhend aufgehoben. Außerdem ist das Stundensoll für jeden angefangenen Monat der ruhenden Mitgliedschaft um 1/12 im betreffenden Geschäftsjahr zu kürzen.

5.2 Ende der Gruppenmitgliedschaft

Die Gruppenmitgliedschaft endet durch Austritt, Streichung, Ausschluss oder Erlöschen der Rechtsfähigkeit. Einzelheiten und Verfahren regelt die Geschäftsordnung. In allen Fällen enden damit die übernommenen Wahlämter.

5.2.1
Die Gruppenmitgliedschaft endet zum 31.12. des laufenden Kalenderjahres, wenn der Austritt durch schriftliche Erklärung dem Vorstand bis zum 31.10. d. l. J. mitgeteilt wurde (es gilt der Poststempel der Absendung).

5.2.2
Die Gruppenmitgliedschaft endet durch Streichung, wenn trotz zweimaliger Mahnung die Mitgliedsbeiträge nicht entrichtet wurden. Die zweite Mahnung muss per Einschreiben mit Rückschein erfolgt sein. Nach Verstreichen einer Erklärungsfrist von drei Monaten endet die Mitgliedschaft automatisch.

5.2.3
Die Gruppenmitgliedschaft endet durch Ausschluss, wenn ein Gruppenmitglied gegen die Ziele des Vereins, die in § 2 "Zweck des Vereins" festgeschrieben sind, in erheblichem Maß verstößt und diese Verstöße trotz schriftlicher Abmahnung nicht unterlässt. Die Abmahnung muss unter Darlegung der Gründe und Offenlegung der Beweise schriftlich per Einschreiben mit Rückschein durch den Vorstand erfolgen. Über einen Widerspruch, innerhalb von 4 Wochen nach Zugang, entscheidet der der Vorstand mit 2/3-Mehrheit. Über einen bevorstehenden Ausschluss ist das Gruppenmitglied unter Darlegung der Gründe und Offenlegung der Beweise vom Vorstand schriftlich per Einschreiben mit Rückschein zu informieren. Über den Ausschluss entscheidet die nächste Mitgliederversammlung. Für einen Ausschluss durch die Mitgliederversammlung ist eine 2/3- Mehrheit erforderlich. Bis zum Entscheid kann der Vorstand die Gruppenmitgliedschaft als ruhend erklären. Dem vom Ausschluss bedrohten Gruppenmitglied sind bis zur Entscheidung alle Aktivitäten für und im Namen des Vereins verboten.

5.3 Ende der Fördermitgliedschaft

Die Fördermitgliedschaft endet durch Austritt, Streichung, Erlöschen der Rechtsfähigkeit oder Tod. Einzelheiten und Verfahren regelt die Geschäftsordnung.

5.3.1
Die Fördermitgliedschaft mit Ende des laufenden Mitgliedsjahres, wenn der Austritt durch schriftliche Erklärung dem Vorstand mindesten 3 Monate vor Ende des Mitgliedsjahres mitgeteilt wurde (es gilt der Poststempel der Absendung).

5.3.2
Die Fördermitgliedschaft endet durch Streichung, wenn trotz zweimaliger Mahnung die Mitgliedsbeiträge nicht entrichtet wurden. Die zweite Mahnung muss per Einschreiben erfolgt sein. Nach Verstreichen einer Erklärungsfrist von drei Monaten endet die Mitgliedschaft automatisch.

5.4 Ende der Ehrenmitgliedschaft

Die Ehrenmitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod. Einzelheiten und Verfahren regelt die Geschäftsordnung.

5.4.1
Die Ehrenmitgliedschaft endet durch Ausschluss, wenn ein Gruppenmitglied gegen die Ziele des Vereins, die in § 2 "Zweck des Vereins" festgeschrieben sind, in erheblichem Maß verstößt und diese Verstöße trotz schriftlicher Abmahnung nicht unterlässt. Die Abmahnung muss unter Darlegung der Gründe und Offenlegung der Beweise schriftlich per Einschreiben mit Rückschein durch den Vorstand erfolgen. Über einen Widerspruch, innerhalb von 4 Wochen nach Zugang, entscheidet der der Vorstand mit 2/3-Mehrheit. Über einen bevorstehenden Ausschluss ist das Ehrenmitglied unter Darlegung der Gründe und Offenlegung der Beweise vom Vorstand schriftlich per Einschreiben mit Rückschein zu informieren. Über den Ausschluss entscheidet die nächste Mitgliederversammlung. Für einen Ausschluss durch die Mitgliederversammlung ist eine 2/3- Mehrheit erforderlich. Bis zum Entscheid kann der Vorstand die Ehrenmitgliedschaft als ruhend erklären. Dem vom Ausschluss bedrohten Ehrenmitglied sind bis zur Entscheidung alle Aktivitäten für und im Namen des Vereins verboten.


§ 6 Vereinsorgane

Die Organe des Vereins sind:
- die Mitgliederversammlung
- der Vorstand
- der Beirat
- Arbeitskreise

6.1
Alle Organe des Vereins können auch online tagen.


§ 7 Mitgliederversammlung

7.1
Die Mitgliederversammlung ist das höchste Vereinsorgan.

7.2
Mitglieder der Mitgliederversammlung sind:
- Mitglieder nach §4.1
- Je ein Vertreter eines Gruppenmitglieds nach §4.2 sowie die ihnen Gleichgestellten Ehrenmitglieder nach §4.4 und die Fördermitglieder nach §4.3.
- Je ein Vertreter eines Arbeitskreises
Alle Mitglieder der Mitgliederversammlung haben das Rede- und Antragsrecht. Das Stimmrecht sowie das aktive und passive Wahlrecht sind, bis auf bei der Wahl des Beirates, den Mitgliedern nach §4.1 dieser Satzung vorbehalten. Bei der Wahl des Beirates haben nur die Vertreter der Gruppenmitglieder nach § 4.2 sowie die Ehrenmitglieder nach § 4.4 das aktive und passive Wahlrecht.

7.2.1
Mitglieder der Mitgliederversammlung, die zu einer Mitgliederversammlung verhindert sind, können ihr jeweiliges aktives Wahlrecht und Stimmrecht schriftlich auf ein anderes Mitglied der Mitgliederversammlung übertragen. Dabei darf kein einzelnes Mitglied der Mitgliederversammlung mehr als zwei andere Mitglieder der Mitgliederversammlung vertreten.

7.3
Die Mitgliederversammlung hat über grundsätzliche Fragen und Angelegenheiten des Vereins zu beschließen. Sie ist das oberste Organ des Vereins. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind im Besonderen:
- Entgegennahme des Geschäftsberichts, des Kassenberichts, des Berichtes der Kassenprüfer, der Berichte der Arbeitskreise und des Berichtes des Beirates.
- Wahl des Vorstandes
- Wahl der Kassenprüfer
- Beschlüsse zur Beitragsordnung
- Satzungsänderungen
- Beschluss über einen Vereinsausschluss
- Beschluss über die Aufnahme von Mitgliedern nach § 4.1 und Gruppenmitgliedern nach § 4.2
- Beschluss über das Anbieten einer Ehrenmitgliedschaft nach § 4.4
- Beschluss zur Selbstauflösung des Vereins.

7.4
Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen und vom Schriftführer sowie einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterschreiben. Eine Anwesenheitsliste ist dem Protokoll beizufügen.

7.5
Entscheidungen zu Mitgliederfragen, wie Ausschluss oder Aufnahme von Mitgliedern, oder zu Personalfragen haben zu Beginn einer Mitgliederversammlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu erfolgen.

7.6
Abstimmungen zur Satzungsänderung haben schriftlich und geheim zu erfolgen. Satzungsänderungen bedürfen einer 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

7.7
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden wenn:

7.7.1
der Vorstand diese, unter genauer Angabe der Gründe, mit einfacher Mehrheit für erforderlich hält;

7.7.2
eine außerordentliche Wahl erforderlich wird;

7.7.3
eine Mitgliederversammlung von mindestens 25 % der Mitglieder, unter Angabe der Gründe, beantragt wird;

7.7.4
der Beirat dieses mit 3/4 Mehrheit beschließt;

7.7.5
für eine Mitgliederversammlung die online stattfindet gelten für die Einladung die gleichen Voraussetzungen wie für eine normale Mitgliederversammlung. Der Einladung sind die Zugangsdaten für die Onlinemitgliederversammlung beizufügen. Eine Onlinemitgliederversammlung läuft mindestens zwei Wochen die erste Woche dient dazu die Tagesordnungspunkte zu diskutieren und Anträge zu stellen sowie Wahlvorschläge zu machen. Die zweite Woche dient dazu über die Anträge und Wahlvorschläge abzustimmen.

7.7.6
Die Auszählung wird durch die Versammlungsleitung der letzten ordentlichen Mitgliederversammlung vorgenommen und die Ergebnisse werden sowohl auf der Onlineplattform der Mitgliederversammlung als auch schriftlich per Post mitgeteilt. Sollte die nächste Mitgliederversammlung wieder eine Online-Mitgliederversammlung sein, so soll auch eine Versammlungsleitung für diese gewählt werden. Sollte die Versammlungsleitung nicht an der Online-Mitgliederversammlung teilnehmen wird die Aufgabe kommissarisch durch den Vorstand geregelt.


§ 8 Der Vorstand

8.1
Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden und zwei stellvertretenden Vorsitzenden sowie bis zu vier weiteren Mitgliedern. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, in der er die Aufgaben und Funktionen an die einzelnen Mitglieder des Vorstands verteilt. Der Vorstand kann weitere Personen beratend zum Vorstand hinzu holen.

8.2
Der Vorstand wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden oder seinen Stellvertreter im Zusammenwirken mit einem weiteren Vorstandsmitglied vertreten.
8.3
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt.

8.3.1
Die Amtszeit endet jeweils mit der Neuwahl eines Vorstandes.

8.3.2
Sinkt die Anzahl der Vorstandsmitglieder durch Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern unter drei, so ist innerhalb von 3 Monaten eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Neuwahl des gesamten Vorstands und des Beirates einzuberufen. Der Vorstand sowie der Beirat sind dann bis zur übernächsten regulären Mitgliederversammlung gewählt.

8.4
Der Vorstand vertritt den Verein nach innen und nach außen. Er beruft mindestens einmal im Jahr eine ordentliche Mitgliederversammlung ein. Sie muss im zweiten oder dritten Quartal des Jahres liegen. Die Einladung muss mindestens sechs Wochen vorher schriftlich, unter Angabe der Tagesordnung, erfolgen. Einsprüche gegen die Tagesordnung, Änderungsanträge und Wahlvorschläge der Mitglieder müssen beim Vorstand spätestens vier Wochen vor der Mitgliederversammlung eingegangen sein. Der Einladung ist auch der Geschäftsbericht, der Finanzbericht, der Bericht des Beirats, die Berichte der Arbeitskreise und der Bericht der Kassenprüfer beizufügen.


§ 9 Der Beirat

9.1
Der Beirat besteht aus mindestens drei Personen und wird in schriftlicher Wahl durch die Vertreter der Gruppenmitglieder sowie den Ehrenmitgliedern gewählt. Die Amtszeit des Beirates beginnt und endet jeweils mit der Amtszeit des Vorstandes.
Das passive Wahlrecht beschränkt sich ebenfalls auf Vertreter der Gruppenmitglieder sowie Ehrenmitglieder.

9.1.1
Der Beirat wählt einen Sprecher und gibt sich eine Geschäftsordnung

9.2
Der Beirat hat folgende Aufgaben:
- Beratung bei der Haushaltsplanung
- Hilfe bei der Beschaffung von Projektmitteln
- Beratung und Hilfe bei finanziellen und steuerlichen Fragen
- Hilfe und Beratung bei der Sponsorensuche
- Beratung bei der öffentlichen Darstellung des Vereins

9.3
Der Beirat ist berechtigt an jeder Vorstandssitzung teilzunehmen. Er kann Vorschläge zur Tagesordnung der Vorstandssitzungen machen. Die Protokolle der Vorstandssitzungen und der Mitgliederversammlungen sind ihm unaufgefordert zur Verfügung zu stellen.

9.4
Der Beirat ist an Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden. Der Vorstand hat gegenüber dem Beirat keine Weisungsbefugnis.

9.5
Der Beirat hat das Recht jederzeit in die Bücher des Vereins Einsicht zu nehmen. Über jede Einsichtnahme ist ein Protokoll zu führen, das den gewählten Kassenprüfern und dem Vorstand zur Verfügung gestellt werden muß. Stellt der Beirat grobe Verstöße des Vorstandes gegen eine ordentliche Haushaltsführung fest, so ist er verpflichtet eine außerordentliche Mitgliedsversammlung zu beantragen.


§ 10 Arbeitskreise

10.1
Arbeitskreise werden provisorisch durch den Vorstand, dauerhaft durch die Mitgliederversammlung eingerichtet. Sie werden grundsätzlich durch Mitglieder nach § 4.1, Vertretern von Gruppenmitgliedern nach § 4.2 oder von Ehrenmitgliedern nach § 4.4 koordiniert. Eine Mitgliedschaft in einem Arbeitskreis setzt jedoch keine Mitgliedschaft in der dgti voraus.

10.2
Arbeitskreise sollen sich mit einzelnen wichtigen Arbeitsfeldern beschäftigen oder einzelne Aufgaben der dgti selbständig verantworten. Arbeitskreise sind der Mitgliederversammlung und zwischen diesen dem Vorstand rechenschaftspflichtig und sofern sie Aufgaben nach außen übernehmen, auch weisungsgebunden.

10.3
Die Arbeitskreise wählen vor jeder Mitgliederversammlung der dgti einen Sprecher. Es muss nicht der Koordinator sein, der mit Rede- und Antragsrecht an dieser teilnimmt.


§ 11 Wahlen

11.1.1
Das aktive und passive Wahlrecht für den Vorstand ist an eine Mitgliedschaft nach § 4.1 gebunden.

11.1.2
Das aktive und passive Wahlrecht für den Beirat ist an eine Vertretungsberechtigung für ein Gruppenmitglied nach § 4.2 oder an eine Ehrenmitgliedschaft nach § 4.4 gebunden.

11.2
Alle Wahlen haben schriftlich und geheim zu erfolgen.

11.3
Für alle Wahlen gilt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit die Satzung keine andere Vorschrift enthält.


§ 12 Auflösung des Vereins

Über die Auflösung des Vereins beschließt die Mitgliederversammlung mit 3/4 der abgegebenen Stimmen. Die Abstimmung ist nur gültig, wenn sich mindestens 2/3 der Mitglieder beteiligt haben. Dabei zählen auch die durch Vertretung nach § 7.2.1 abgegeben Stimmen.


§ 13 Satzungsänderungsvorbehalt

Soweit infolge einer Auflage des Vereinsgerichtes oder einer anderen Behörde eine  Satzungsänderung erforderlich ist, ist der Vorstand befugt, diese zu beschließen. Die darauf folgende ordentliche Mitgliederversammlung muss diese bestätigen bzw. neu fassen.


§ 14 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am 1. August 2015 in Kraft. Sie löst die alte Satzung von 1998 ab.

Warum wir Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. heißen und warum wir uns kleingeschrieben abkürzen


 

Die dgti wurde 1998 in Köln gegründet. Bei der Namensgebung kam es den GründerInnen darauf an einen griffigen und offiziell klingenden Namen zu wählen. Man einigte schließlich auf Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität und das Kürzel DGTI. Später mussten die GründerInnen zur Kenntnis nehmen, dass das Kürzel DGTI bereits vergeben war. Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin & Immunhämatologie e.V. nutzte dieses nämlich bereits. Dieser Verein überließ unserem Verein aber freundlicherweise das Recht das Kürzel dgti zu verwenden. Dieses ist also der Grund, warum wir uns klein schreiben ohne uns klein zu machen.

Bei der Namensgebung spielte das Wort Transidentität in Abgrenzung zum Begriff Transsexualität eine besondere Rolle. Die GründerInnen sahen den Begriff Transsexualität gleich aus mehreren Gründen kritisch. Erstens war der Begriff durch die ICD 10 definiert und damit pathologisierend, die GründerInnen sahen aber schon damals Transsexualität nicht als Krankheit sondern als eine Normvariante der Natur, zum zweiten erschien es ihnen so, dass in der deutschen Sprache der Begriff, ein Problem welches primär eines der geschlechtlichen Identität ist, sprachlich in die Gruppe der sexuellen Orientierungen (Heterosexualität, Homosexualität, Asexualität, Bisexualität etc.) einordnete, etwas, womit Transidentität eben nichts zu tun hat. Und da sich zu guter letzt bei ihnen die Überzeugung durchsetzte, der Begriff würde sich mittelfristig oder langfristig durchsetzen, verwendeten sie eben diesen Begriff in ihrem Vereinsnamen.

Ob die GründerInnen heute in ihrem Vereinsnamen den Begriff Transidentität bei einem Verein, der primär auf das Recht zur Selbstbestimmung der eigenen individuellen geschlechtlichen Identität pocht, noch verwenden würden, darf bezweifelt werden. Deshalb spricht aber nichts dagegen einen historisch gewachsenen Markennamen zu behalten.

Andrea F. Ottmer

Netzwerk

Die dgti ist eingebunden und / oder Mitglied bei verschiedenen Gruppen und Initiativen:

 

Transgender Europe (TGEU)
 

 

Lesben und Schwulenverband (LSVD)

 
Wir wollen, dass Lesben, Schwule und Transgender als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität respektiert und anerkannt werden. Voraussetzung dafür ist volle rechtliche Gleichstellung.

 

Bundesverband Trans* e.V. (BVT*)

http://www.bv-trans.de/

Der Bundesverband Trans* e.V.i.Gr. wurde im August 2015 von 59 Personen aus über 30 verschiedenen Selbsthilfegruppen, Vereinen und Initiativen gegründet und setzt sich für die Rechte von Trans*personen im weiteren Sinne ein: also Menschen, die sich z.B. als transsexuell, transident, transgeschlechtlich, transgender, genderqueer, trans*, trans, nicht-binär, Crossdresser, Transfrau, Transmann bezeichnen oder bezeichneten.

 

In bestimmten Bereichen arbeiten wir mit unseren Partnern zusammen:

Transkindernetz e.V. (Trakine)

Seit Februar 2014 sind wir ein eingetragener Verein. 2012 begann TRAKINE als Elterninitiative, um anderen Eltern von Trans*Kindern und *Jugendlichen samt deren Angehörigen - natürlich auch den Kindern und Jugendlichen - Mut zu machen und vor allem mit Informationen und Rat zur Seite zu stehen. Wir sind ein internationaler Verein von Eltern und Familienangehörigen von minderjährigen Trans*Kindern. Unseren Kindern ein glückliches Leben frei von Stigmatisierung und Ausgrenzung zu ermöglichen und ihnen das Gefühl zu geben, geliebt und unendlich wertvoll zu sein, ist unser Anliegen.

 
TransInterQueer e.V. (TrIQ)
 
 
TrIQ ist ein soziales Zentrum und ein politisch, kulturell und im Forschungsbereich aktiver Verein, der sich für trans-, intergeschlechtliche und queer lebende Menschen in Berlin und darüber hinaus einsetzt.

 

Trans-Ident e.V.
 
 
Trans-Ident e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Menschen mit transidentem Empfinden, also Menschen, die körperlich entweder dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht angehören, sich jedoch als Angehörige des anderen Geschlechts empfinden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Transsexuellen und deren Angehörigen Hilfen auf ihrem Weg anzubieten und sie in allen Fragen ihrer Transsexualität bzw. Transidentität zu beraten. Auch sonstige Transgender und Intersexuelle sind bei uns jederzeit willkommen. Wir verfolgen keinerlei kommerzielle Ziele und wollen auch keine Therapie durch medizinische oder psychologische Fachkräfte ersetzen.

 

 

dgti Spendenkonto


Spenden an die dgti können auf das folgende Bankkonto eingezahlt werden.

 

Bankverbindung

Empfänger: dgti e.V.

Konto: 0013077606

BLZ: 66490000

Bank: Volksbank Offenburg

IBAN: DE11664900000013077606

BIC: GENODE61OG1

 

 

Spendenbescheinigungen

Spendenbescheinigungen zur steuermindernden Vorlage bei Finanzamt können auf Wunsch ausgestellt werden. Diese werden per Briefpost zugesandt, wenn Sie uns Ihre postalische Adresse mitteilen.
 
Gemeinnütziger Verein Steuer-Nr.: 27-663-63079 des Finanzamtes für Körperschaften I in Berlin
 

Der gemeinnützige Verein ist eingetragen

beim Amtsgericht Köln unter VR 13049, vollzogen am 22. Februar 1999. Es gilt die aktuelle Satzung vom 1. August 2015, die die erste Satzung von 1998 abgelöst hat.